6 Monate Löwenmädchen

ideenkind | Kuscheln mit dem Baby

Es ist spät. Wir liegen zusammen im Bett. Du schläfst an mich gekuschelt nachdem ich dich gestillt habe. Der Tag war lang, aber wunderbar. Wir waren beim Möbelschweden und danach mit einer befreundeten Mama und ihrem kleinen Mann auf dem Mundenhof. Es war so schön warm und wir haben das erste Eis des Jahres im Freien genossen. Du hast das erste Mal die Tiere wahr genommen und warst ganz fasziniert. Wieder zuhause haben wir den Fahrradanhänger einsatzbereit gemacht und du konntest sogar noch eine Katze streicheln. Ich denke an all die ersten Male, die wir schon zusammen erlebt haben und all die Sachen die du schon kannst…

Du freust dich ganz doll, wenn du deinen Papa, den Superhelden, siehst. Nette Menschen lächelst du an. Du bist wahnsinnig neugierig und möchtest ja nichts verpassen, was das Schlafen und das Stillen manchmal fast unmöglich macht. Auf dem Wickeltisch drehst du dich ohne Unterlass und räumst alles ordentlich um. Du bist die meiste Zeit in Bewegung und kannst ganz schnell mit den Armen und Beinen zappeln. Du magst es aus der Trage heraus die Welt ganz genau in Augenschein zu nehmen. Aus dem Kinderwagen heraus ist das meistens auch okay. Alles wird ganz genau beobachtet. Lustige Geräusche (machen) findest du toll. Du liebst es wenn jemand Blödsinn mit dir macht und rum tobt. Du meckerst, wenn du nicht ans Spielzeug kommst. Aber es wird seltener, weil du raus gefunden hast, wie man vorwärts kommt. Aus dem Vierfüßler lässt du dich einfach nach vorne fallen. Oder du streckst dich einfach unglaublich lang. Du gibst zu erkennen, wenn du auf den Arm willst oder Hunger hast. Du brabbelst niedlich vor dich hin. Du reibst dir die Augen wenn du müde bist und gähnst unglaublich süß. Du willst alle 2 bis 3 Stunden gestillt werden, egal ob Tag oder Nacht. Tagsüber schlafen ist nicht so dein Ding. Nachts geht es. Du grinst mich direkt nach dem Aufwachen an.

Der Superheld hätte deine Augen gerne braun, wie seine. Ich finde grün gut, wie meine. Aber du hast die perfekte Mischung: olivgrünbraun. Du bist 70 cm groß und wiegst 8,5 kg. Du trägst meist Kleidergröße 74 und Windeln in Größe 4. Brei verschmähst du bisher. Aber Gurke, Karotte, Tomate und Brot am Stück findest du gut. Alles was ich in der Hand habe ist besonders gut. Zähne sind noch keine in Sicht.

Ich verliebe mich jeden Tag mehr in dich, mein Löwenmädchen, und ich könnte dich den ganzen Tag beobachten.

Zwei neue Leben

ideenkind | Kleine Füße

Am 9.12.2015 habe ich erfahren, dass ich schwanger bin. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich gefreut habe. Und wie viel Angst ich auf einmal hatte…

Meine Schwangerschaft verlief ohne größere Probleme. In der ersten Zeit war mir oft übel, aber es war erträglich. Mit wachsendem Bauch hatte ich zunehmend Rückenschmerzen. Und mit fortschreitender Schwangerschaft habe ich immer mehr Wasser eingelagert. Mein Frauenarzt hat mich zweimal auf Schwangerschaftsdiabetes getestet, weil ich so viel zugenommen habe. Und ich war dauernd müde. Hundemüde.

Ende Mai sind wir dann noch umgezogen, weil unsere bisherige Maisonette-Wohnung nicht so gut für ein Baby geeignet gewesen wäre. Hätten wir die neue Wohnung zu diesem Zeitpunkt nicht gefunden, wären wir in der alten geblieben. Am Anfang schläft das Baby ja sowieso im Elternschlafzimmer. Im Mai war ich dann auch schon sehr schwanger und alles fiel mir ziemlich schwer. Daher war der Umzug echt anstrengend und im Mutterschutz habe ich auch nicht das geschafft, was ich mir so vorgestellt habe. Deswegen sind wir immer noch dabei uns einzurichten. Das nervt etwas, weil es mit Baby auch nicht so richtig voran geht, aber es gibt wichtigeres.

Am Tag vor dem Geburtstag unserer Tochter hatte ich den ganzen Tag fiese Rückenschmerzen und habe andauernd mit Wehen gerechnet. Als ich mich dann um 10 Uhr abends ins Bett gelegt habe, ging es los. Um 3 Uhr habe ich den Superhelden geweckt, damit er mich so langsam mal ins Krankenhaus fährt. Um 4 Uhr waren dann da. Der Muttermund war schon offen, aber es ging trotz regelmäßiger Wehen kaum vorwärts. Also wurde irgendwann die Fruchtblase geöffnet, damit sich mal was tut. Die Wehen wurden immer stärker, bis ich das Gefühl hatte nur noch eine einzige andauernde Wehe zu haben. Zu dem Zeitpunkt – irgendwann mittags – habe ich gefroren und gezittert und konnte mich kaum noch auf den Beinen halten, so dass die Entscheidung für eine PDA fiel. Ich konnte mich eine Weile erholen bevor die Wehen wieder in Gang gebracht wurden. Aber auch da wollte unser Schatz nicht so richtig raus. Im Endeffekt musste per Saugglocke nachgeholfen werden. Aber bisher sind noch alle irgendwie raus gekommen und am 12.08. um 16:32 Uhr hatte ich dann endlich meinen kleinen Engel im Arm.

Unser Goldschatz ist nun vier Monate bei uns und mein Leben hat sich um 180 Grad gedreht. Ich versuche mich in meinem neuen Universum als Mutter in einem anderen Ort zurecht zu finden und neue Kontakte zu knüpfen. Am Anfang war das verdammt schwer und wer mich kennt, weiß, dass ich sehr sensibel und nah am Wasser gebaut bin, aber es wird von Tag zu Tag besser. Und unsere kleine Maus macht es mir echt leicht. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie es ohne sie war. Ein Traum ist in Erfüllung gegangen. Nur die Angst, dass etwas schief gehen könnte, ist immer noch da…

Und irgendwie ergibt es nun wieder Sinn zu bloggen und Erinnerungen fest zu halten.

Verliebte Grüße
Sabrina

Bleibt alles anders

Vor 366 Tagen ist mein Opa gestorben.
Und vor 365 Tagen habe ich meinen neuen Job angetreten.

Atlantik

Mein Opa war immer ein neugieriger, fröhlicher, aktiver Mann, der sich vor ein paar Jahren sogar einen Laptop zugelegt hat, um mit seiner Familie in Kontakt zu bleiben. Als ich ihn das letzte Mal gesehen habe, lag er völlig entkräftet im Bett und konnte noch nicht mal etwas lesen. Es war unglaublich schwer ihn so zu sehen. Wir haben versucht ihm die Zeit so angenehm wie möglich zu gestalten und ihm Mut zu machen. Aber was sagt man jemandem, der keinen Lebenswillen mehr hat?

Ich bin der Meinung, dass der Tod zum Leben dazu gehört. Aber ich habe nicht mit der Trauer gerechnet. Nicht mit dieser Traurigkeit, die alles lähmt und keinen klaren Gedanken zulässt. Nicht mit den Erinnerungen, die immer wieder hochkommen und einem die Tränen in die Augen treiben. Es war und ist sehr schwer für mich. Wie es meiner Großmutter (seiner Frau) und meiner Mutter (seiner ältesten Tochter) geht, daran möchte ich gar nicht erst denken.

Vielleicht wäre es einfacher gewesen, wenn ich nicht gerade zu der Zeit den Job gewechselt hätte. Wenn ich einfach wie bisher weitermachen und/oder Urlaub hätte nehmen können. Aber so war alles anders und alles neu und ich war völlig von der Rolle. Alles war übermäßig anstrengend. Ich habe für Kleinigkeiten viel länger gebraucht als normalerweise und mich zu konzentrieren war fast unmöglich. Ich habe mich so gut es ging angestrengt um zu „funktionieren“, was mich ziemlich unter Druck gesetzt hat, so dass vieles erst recht schief lief. Mein Start im neuen Job war daher alles andere als einfach und zwischendurch sah es wirklich so aus, als ob ich die Probezeit nicht überstehen würde. Die meiste Zeit war ich ein kleines, weinendes Häufchen Elend.

Nach und nach ist es dann besser geworden. Mein Kopf funktioniert wieder und liebe Freunde sorgten (und sorgen) für ausreichend Ablenkung. Der neue Job macht mir Spaß und ich habe sehr nette Kollegen. Nur zum Bloggen hatte ich keinen Nerv. Unter anderem weil ich nicht wusste, wie ich das alles in Worte fassen soll. Und weil ich nichts zum Zeigen hatte. Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich überhaupt weiter bloggen möchte. Immerhin weilt einer meiner treuesten Leser nicht mehr unter uns. Und als ich eigentlich gerade beschlossen hatte aufzuhören, kam die Lust wieder. Und auch die Begeisterung für DIY-Projekte flammte erneut auf.

Das ideenkind ist wieder da.

Mein Superheld

Zur Feier des Geburtstags des Superhelden gibt es heute unsere Liebes-Geschichte. In Briefform. Für meinen Traummann.

wir

Mein Liebster.

Wir sind nun schon so lange zusammen. Ganz genau kann niemand sagen, an welchem Tag wir uns kennen gelernt haben. Es war auf jeden Fall irgendwann im Januar 2002, als wir in der Disco den ganzen Abend miteinander geflirtet haben. Ich hätte dich niemals angesprochen, denn damals hatte ich einen Freund. Aber Du kamst mit einem Glas Sekt zu mir und hast mir deine Telefonnummer gegeben. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern…

Damals habe ich wegen meiner Ausbildung in Ludwigsburg in einer WG gewohnt. Dass ich an dem Abend in der besagten Offenburger Disco war, rührt daher, dass ich damals fast jedes Wochenende in meiner alten Heimat Freudenstadt war. Und an diesem Wochenende mit einer Freundin eben diese Disco unsicher gemacht habe.

Ich hätte dir wahrscheinlich nicht simsen sollen, aber unser kurzes Gespräch an dem Abend war sehr sympathisch und lustig. Ich musste dich einfach näher kennenlernen. Also hab ich dir geschrieben, dass ich einen Freund habe, dich aber trotzdem gerne wieder sehen würde. Und so haben wir uns während einem Shoppingtrip in Freiburg zu einem Kaffee getroffen. Und wir haben uns immer wieder in Offenburg oder Achern in der Disco gesehen. Und irgendwann habe ich gemerkt, dass du mir nicht mehr aus dem Kopf gehst.

Ich hätte eigentlich mit meinem Freund Schluss machen sollen, aber aus diversen Gründen ging das nicht. Also hab ich notgedrungen den Kontakt zu dir abgebrochen. Das war für mich damals die einzige Lösung. Doch nach und nach habe ich gemerkt, dass die Beziehung zu meinem damaligen Freund keinen Sinn macht. So richtig klar wurde mir das in unserem gemeinsamen Urlaub. Ich habe dir von dort eine Postkarte geschickt. (Was kann ich dafür, dass sie nie angekommen ist?) Du warst um eine Woche versetzt im gleichen Ort und hattest die gleiche Idee. Verrückt… Zurück in Deutschland, habe ich deine Karte erhalten und den Kontakt wieder aufgenommen. Wir waren sofort wieder ein Herz und eine Seele. Und nach ein paar Anläufen habe ich es dann auch endlich geschafft, mich von meinem Freund zu trennen.

Von da an haben wir uns ungezwungen wieder gesehen und erst mal keine feste Beziehung geführt. Ehrlich gesagt, konnte ich mir das damals auch schlecht vorstellen. Uns trennten 200 km und ich empfand mich als graue Maus und du warst mein gutaussehender Retter. Aber ich war die ganze Zeit über beide Ohren in dich verknallt. Und am 26. Oktober 2002 haben wir dann beschlossen, dass wir zusammen sind.

Aus sehr komplizierten Gründen wurde mein Arbeitsverhältnis in Ludwigsburg nicht weitergeführt und so hatte ich schneller als geplant die Möglichkeit mir eine neue Stelle im schönen Baden zu suchen. Im April 2003 habe ich meinen neuen Job angetreten und bin alleine in meine erste Wohnung eingezogen. Endlich konnten wir uns täglich sehen. Und die Beziehung hielt. 2 Jahre später sind wir dann zusammen gezogen. Die Beziehung hält immer noch. Und nach wie vor ist es eines der schönsten Dinge neben dir einzuschlafen und aufzuwachen.

Inzwischen sind wir seit über 10 Jahren ein Paar und haben schon verdammt viel zusammen durchgemacht. Es gab eine schwere Zeit, in der ich wirklich andauernd schlecht drauf war, alles schwarz gesehen habe und mit mir selbst und allem und jedem gehadert habe. Du hast immer zu mir gehalten und mich aufgebaut. Du kannst dir gar nicht vorstellen wie viel es mir bedeutet, dass du mit mir da durch gegangen bist. Und immer noch für mich da bist. Ich bin mir 100%ig sicher, dass du mein Mr. Right bist. Du bist und bleibst einfach mein Superheld.

Es ist so schön, dass es dich gibt! Ich liebe dich ohne Ende und denke andauernd an dich. Ein Leben ohne dich kann ich mir absolut nicht mehr vorstellen. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

Auf Nimmerwiedersehen
[mit Verlosung]

Keine Angst, ich bleibe euch erhalten. Auch wenn ich in letzter Zeit sehr still war. Ich möchte mich nur von 2012 verabschieden, mit der sprichwörtlichen kalten Schulter.

Tagebuch-Kalender

Das letzte Jahr war echt nicht mein Jahr. Was ich damals geschrieben habe, hat sich irgendwie verflüchtigt. Ich wurde in meinem alten Job nicht übernommen, hatte Angst davor, arbeitslos zu werden, und hab mir Sorgen ums Geld gemacht. Die Familiensituation hat sich nicht gebessert, im Gegenteil. Ich war an drei Umzügen direkt beteiligt, zwei weitere fanden im nächsten Umfeld statt. Und so viele Kilometer wie dieses Jahr habe ich noch nie zurück gelegt. Zudem musste ein geliebter Mensch mehrmals ins Krankenhaus. Zuletzt vor kurzem und bald wieder. 2012 war wahnsinnig anstrengend und hat mich sehr viel Kraft gekostet. Ich habe mich die meiste Zeit des Jahres orientierungslos und ängstlich gefühlt. Die Anspannung ist übers Jahr hinweg gestiegen, auch körperlich, so dass ich im letzten Monat sogar noch Krankengymnastik verschrieben bekommen habe. Ich fühle mich ausgelaugt und müde. Ich bin nicht ich. Oder zumindest nicht die, die ich gerne sein würde. Ohne meinen persönlichen Superhelden wäre mein einziger Trost Schokolade gewesen. 😉

Nach und nach kommt etwas Ruhe rein. Weihnachten haben wir mit der Familie des Superhelden in Köln verbracht und Leckereien am laufenden Band genossen. Ich nutze die Zeit zwischen den Jahren zum Nachdenken, Schlafen, Faulenzen und Kräfte sammeln. Ich tue nichts, kuschel mich auf der Couch ein und lese viel. Ich fühle mich zwar etwas unproduktiv, aber wer sagt denn, dass ich immer etwas tun muss?

Und 2012 war ja nicht nur schlecht. Ich habe viel über mich gelernt, tolle Gespräche geführt und (neue) nette Menschen getroffen. Die Hautarzt-Rennerei hat endlich ein Ende gefunden und ich fühle mich wieder etwas wohler in meiner Haut. (Jetzt wären da noch die überflüssigen Kilos…) Ich habe einen neuen unbefristeten Job gefunden und kann endlich ein bisschen in die Zukunft planen. Wer weiß, vielleicht tragen der Superheld und ich nächstes Jahr um diese Zeit den gleichen Nachnamen!?

Meine Vorsätze vom letzten Jahr habe ich nicht wirklich umgesetzt bzw. umsetzen können. Für das kommende Jahr sind die Ziele gleich geblieben. Hinzu kommt der Wunsch nach einer neuen Wohnung, die Platz für einen Esstisch und ein Bücherregal bietet.

Kalender-Beschreibung

Ich freue mich auf das neue Jahr. Es kann eigentlich nur besser werden. Und ich hoffe dass es ruhiger und fröhlicher wird und dass ich es schaffe entspannter zu sein.

Verlosung

Silvester und das vor der Tür stehende neue Jahr nehme ich zum Anlass meine erste Verlosung zu machen. Damit 2013 euer schönstes Jahr überhaupt wird, könnt ihr den oben abgebildeten Kalender von eine der guten gewinnen. Was habt ihr so im neuen Jahr vor?

Mitmachen darf jeder, der in Deutschland wohnt. Teilnahmeschluss ist der 5. Januar 2013, 24 Uhr. Am 6. Januar 2013 ziehe ich den Gewinner und benachrichtige ihn per Mail. Der Gewinner wird auf dem Blog bekannt gegeben. Sollte sich der Gewinner bis zum 13. Januar 2013 nicht melden, wird ein neuer Gewinner ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Kommt gut ins neue Jahr und feiert schön! Wir sehen uns drüben wieder!