Hallo 2014! Ich spiel jetzt auch mit

Hallo zusammen, da bin ich wieder. Ich habe schon x Mal angefangen diesen Beitrag zu schreiben, aber konnte einfach nicht die richtigen Worte finden. Es gab und gibt viel zu erzählen, aber für manches ist der Blog einfach nicht der richtige Ort. Auch wenn ich hier gerne alles los werden würde, manches ist zu privat, manches wäre für den einen oder anderen verletzend und es muss ja auch nicht immer jeder alles wissen.

Da es eindeutig zu spät für einen Jahresrückblick ist, möchte ich euch einfach danken. Danke für eure Kommentare und eure Anteilnahme im letzten Jahr. Und danke an alle, die unsere Hochzeit zu einem gelungenen und unvergesslichen Tag und einer tollen Party gemacht haben. Jede einzelne Geste bedeutet mir so viel!

ideenkind | Ein Dankeschön für die Hochzeitsgäste

Ich würde euch gerne allen einen Kuchen schenken, so wie unseren Hochzeitsgästen, aber das würde meine Kapazitäten sprengen. Ich habe so schon ca. 40 Stück gebacken. Ich gebe euch einfach das Rezept, dann könnt ihr euch euren Kuchen selber backen, ok? Den Guiness-Schoko-Kuchen habe ich auf Steffis Blog ohhhmhhh entdeckt. Ich habe mich an das Rezept gehalten, die Teigmenge aber auf sechs sterilisierte 500 ml Weck-Gläser aufgeteilt und gebacken. Das Frosting habe ich dann einfach weggelassen und die Kuchen direkt nach dem Backen mit (ebenfalls sterilisierten) Deckeln und Gummiringen luftdicht verschlossen. Die Idee ist überall sehr gut angekommen und der Kuchen hat auch allen geschmeckt. Er ist nicht wahnsinnig süß, durch das Bier schmeckt er leicht malzig und er ist super saftig!

Die Hochzeit und unsere Flitterwochen waren eindeutig die Highlights des letzten Jahres. Und unser Wochenend-Trip nach Berlin zur Blue Man Group (die Tickets haben wir zur Hochzeit geschenkt bekommen).

ideenkind | Brandenburger Tor

Weniger gut war dann die Kündigung am Ende des Jahres. Darüber hatte ich ja schon berichtet.

Am ersten Weihnachtsfeiertag sind wir nach Köln gefahren und haben dort mit dem „neuen“ Teil meiner Familie (die Eltern des Superhelden und seine Schwester mit Mann und Kindern) ein paar schöne Tage mit gutem Essen und netten Gesprächen genossen. Wir haben die Zeche Zollverein besucht bzw. wegen schlechtem Wetter das Ruhr Museum besichtigt und gerade noch rechtzeitig Christos Installation „Big Air Package“ im Gasometer angeschaut. Faszinierend.

Außer Windpocken waren wir auch mit einem Magen-Darm-Infekt konfrontiert, der dann auch den Superhelden befallen hat, als wir gerade den „alten“ Teil meiner Familie (meine Eltern, meine Schwester und meinen Bruder mit seiner Freundin) besucht haben. Die Heimfahrt war… überstürzt und ist gerade noch gut gegangen.

Bis Silvester sind wir faul auf der Couch rumgehangen. Der Superheld hat sich auskuriert und ich habe die Tage genutzt um Kraft zu sammeln. Kraft für die letzten Tage im alten Job. Und Kraft für den Start im neuen. Denn ich habe tatsächlich eine neue Stelle gefunden ohne einen einzigen Tag arbeitslos zu sein. (Auch wenn wir das ohne größere Probleme gewuppt bekommen hätten, war das meine größte Sorge.) Und das zwischen den Jahren… Ich bin super glücklich, dass es geklappt hat, alles hört sich super an und meine Wünsche wurden weitestgehend erfüllt. Heute hatte ich meinen letzten Arbeitstag und am Montag fange ich beim neuen Arbeitgeber an. Ich freu mich schon, bin aber auch mindestens genauso sehr aufgeregt.

In den letzten freien Tagen fahre ich mit meiner Mama zu meinen Großeltern. Da ich im ersten halben Jahr während der Probezeit keinen Urlaub nehmen kann und es meinem Opa gerade gar nicht gut geht, nutze ich die Gelegenheit ihn zu besuchen. Ich hoffe sehr, dass es nicht das letzte Mal sein wird.

Für dieses Jahr mache ich keine Vorsätze. Statt dessen wünsche ich mir ein paar Dinge. Hat für den Job bereits funktioniert und hört sich irgendwie positiver an. Und in meinem Alter weiß man auch, dass sich nicht alle Wünsche erfüllen. Man ist dann nicht so enttäuscht und kommt sich nicht so sehr wie ein Versager vor, weil man es wieder nicht geschafft hat, seine Vorsätze umzusetzen. 😉
Meine Wünsche für 2014:

  • Mehr Zeit für mich und kreative Projekte: kochen, nähen, stricken, basteln, werkeln, … Das ist letztes Jahr auf der Strecke geblieben.
  • Mehr Gitarre üben.
  • Weniger fernsehen, stattdessen mehr lesen und Musik hören.
  • Bessere Fotos schießen.
  • Ein neues Blogdesign.
  • Mehr bloggen und kommentieren.
  • Eine neue Wohnung mit mehr Platz, großer Küche und Esszimmer mit einem großen Tisch für gesellige Stunden mit Freunden.
  • Eine gesunde Nichte/einen gesunden Neffen! Ich werde nämlich Tante!

Nur eins nehm ich mir fest vor: jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Am Montag geht’s los!

Unsere Flitterwochen in Irland

Zu meinen besonderen Erlebnissen im letzten Jahr gehören außer unserer Hochzeit natürlich auch unsere Flitterwochen. Die Bilder von unserer Hochzeitsreise möchte ich euch nicht vorenthalten. Aber seid gewarnt, dies ist ein Mammut-Post mit massenhaft Bildern!

Drei Tage nach unserer Hochzeit sind wir nach Irland geflogen um dort unseren Honeymoon zu verbringen. Wir stehen beide nicht so auf Pauschalreisen und Badeurlaub. Nicht, dass ich etwas gegen den warmen Süden hätte, ich würde sehr gerne nach Cuba, Hawaii oder Australien reisen um Land und Leute kennen zu lernen, aber dafür ist mein Geldbeutel einfach zu klein. Und in Europa gibt es erstmal genug interessante Flecken, die eine Reise wert sind.

1. Tag

Um 10:50 Uhr sind wir in Frankfurt am Flughafen los geflogen und zwei Stunden später um 12 Uhr Ortszeit in Dublin gelandet. Vom Flughafen aus sind wir mit dem Doppeldecker-Bus in die Innenstadt gefahren und haben das Hotel Temple Bar im Stadtteil Temple Bar mitten in Dublin bezogen. Wir haben uns gemütlich frisch gemacht und danach einen Streifzug durch Dublin inklusive Abendessen unternommen.

2. Tag

Nach einem ausgiebigen Frühstück haben wir uns wieder auf den Weg gemacht und zuerst das Trinity College und das Book of Kells besichtigt. Später haben wir eine Sightseeing-Tour im offenen Doppeldecker-Bus gestartet. Beim Guinness Storehouse sind wir ausgestiegen und haben uns das mal näher angeschaut. Die Geschichte und die Herstellung von Guinness wird in einer tollen Ausstellung umfangreich gezeigt. Das Essen ist gut und in der Gravity Bar hat man einen wunderbaren Ausblick über ganz Dublin. Den Abend haben wir im Brazen Head, dem ältesten Pub Irlands, verbracht. Wir waren aber zu spät dran und haben leider nichts mehr zum Essen bekommen. Und so sind wir später noch im McDonald’s eingekehrt.

Ich wäre gerne noch ein bisschen in Dublin geblieben um kleine Läden und touristisch unbekannte Sachen, wie den Granby Park, über den wir „gestolpert“ sind, zu entdecken. Und um in den vielen Restaurants mit Speisen aus den unterschiedlichsten Ländern zu schmausen. Erschreckend fand ich, dass so viele Gebäude leer standen und zu Verkaufen oder zu Vermieten waren. Da sieht man die Auswirkungen der Finanzkrise.

3. Tag

Am dritten Tag haben wir unseren Mietwagen abgeholt und sind nach Howth gefahren um uns den dortigen Leuchtturm anzuschauen. Wir haben uns im Octopussy’s gestärkt und uns dann auf den Weg gemacht. Der angedachte Spaziergang wurde zu einer ausgewachsenen Wanderung – hat sich aber gelohnt. Ich war nur froh, dass wir den Weg zurück im Bus zurück legen konnten. Danach haben wir zum Übernachten das B&B Sea Dew House in Tullamore angesteuert und im Bridge House Hotel einen leckeren Burger und Salat zu uns genommen.

4. Tag

Am vierten Tag haben wir uns zwei der bekannten Whiskey-Distillerien in Irland angeschaut: das Tullamore Dew Heritage Centre und die Kilbeggan Distillery Experience. Von dort sind wir weiter nach Galway gefahren und haben zwischendurch noch das Kloster Clonmacnoise besichtigt. Imponierend, aber ein bisschen langweilig. Ca. 30 km vor Galway hatten wir einen Platten. Also mussten wir am Straßenrand das Notrad aufziehen und uns in Galway eine Unterkunft suchen. Da meine Nerven zu dem Zeitpunkt ziemlich runter waren, haben wir uns gegen das Stadtzentrum entschieden und uns eine Übernachtung im Salthill Hotel gegönnt – die teuerste unserer ganzen Reise. Weil wir mal wieder zu spät dran waren fürs Abendessen gab es Sandwiches und Dosenbier aus dem Supermarkt, das wir später in der Badewanne genossen haben. 😉

5. Tag

Morgens hat es geregnet und wir sind erstmal losgezogen um den kaputten Reifen zu wechseln. Zum Glück haben wir einen gebrauchten bekommen können, so dass unsere Reisekasse nicht allzu sehr strapaziert wurde. Eigentlich hatten wir für den Tag die Cliffs of Moher geplant. Da das Wetter sich aber bis mittags immer noch nicht gebessert hatte, haben wir beschlossen weiter zu fahren. In Strandhill bei Sligo haben wir im Shells einen Zwischenstopp gemacht. Über das Café und die Inhaber habe ich schon zuvor etwas gelesen gehabt und wollte mir das mal in echt anschauen, unter anderem mit der Hoffnung die Besitzer zu treffen. Leider hatte ich Pech, aber ich habe mir vor Ort das Kochbuch und Tee gekauft und gegessen haben wir dort auch gut. Wie stürmisch das Wetter war, kann man auf den Bildern gar nicht so gut erkennen. Aber beim ersten Versuch aus dem Auto auszusteigen, hat es mir die Türe wieder vor der Nase zugeschlagen. Daher wurde auch nichts aus dem angedachten Spaziergang und so haben wir uns zu unserem nächsten Ziel aufgemacht und sind bis nach Carrick weitergefahren um dort in der Slieve League Lodge zu übernachten.

6. Tag

Zum Glück hat es nach dem Frühstück aufgehört zu regnen und wir konnten unseren Plan die Klippen von Slieve League zu besteigen in die Tat umsetzen. Auf der Fahrt dorthin konnte man gut sehen, wie sehr es am Tag zuvor geregnet hatte: der River Glen hatte ganz schön viel Wasser. Am Slieve League angekommen war es noch ziemlich diesig, aber der Nebel hat sich im Laufe des Tages gelichtet und es kam sogar die Sonne raus. Der Eisverkäufer am Parkplatz hat uns erzählt, dass es schon lange nicht mehr so viel am Stück geregnet habe, dass wir dadurch aber in den Genuss der Wasserfälle kämen. Die Klippen von Slieve League sind bis zu 601 Meter hoch und wirklich beeindruckend. Unberührte Natur, keine Absperrungen, sehr wenig Menschen, dafür umso mehr Schafe. Für mich war das eindeutig das Highlight unserer Reise.
Nach einer ca. vierstündigen Wanderung mit Vesperpause sind wir nach Portrush in Nordirland weitergefahren und haben dort im Ramada übernachtet. Wir haben es gar nicht registriert als wir die Grenze überquert haben und uns gewundert, dass wir auf einmal überall langsamer fahren mussten. Bis wir endlich kapiert haben, dass das nun Meilen sind, hat es ganz schön gedauert. Auf der Suche nach etwas zum Essen sind wir in einer ziemlich schlechten Pizzeria gelandet und haben uns danach geärgert, dass wir nicht ins Fischrestaurant gegangen sind. Hinterher ist man immer schlauer. Der geplante Pub-Besuch fiel leider ins Wasser, weil sie dort keine Kreditkarte akzeptiert haben und wir nicht nur dafür Bares abheben wollten. Also haben wir unseren Schlummertrunk im Hotel eingenommen.

7. Tag

In den Norden sind wir eigentlich hauptsächlich wegen dem Giant’s Causeway gefahren. Das Wetter hat uns wieder mit strahlendem Sonnenschein verwöhnt und auf dem Weg zum „Damm des Riesen“ hatten wir einen tollen Blick über den Atlantik und die Küste. Auf dem Weg zur nächsten Übernachtungsmöglichkeit wollten wir uns eigentlich noch Newgrange angucken, waren aber zu spät dran. Also sind wir weiter gefahren und haben im Trim Castle Hotel Station gemacht. Das Restaurant, in dem wir eigentlich essen wollten, haben wir nicht gefunden, also haben wir im Hotel gegessen. Die Portionen waren zwar recht klein, aber das Essen war sehr lecker.

8. Tag

Da wir direkt gegenüber des Trim Castle übernachtet haben, in dem übrigens Braveheart gedreht wurde, haben wir es auch besichtigt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis war richtig gut und die Führung war sehr ausführlich und toll erzählt. Für unser nächstes Ziel, den Powerscourt Wasserfall, wurden im Vergleich dazu Wucherpreise verlangt. Laut Reiseführer gibt es eine schöne Wanderroute. Wir sind der Straßenbeschilderung gefolgt und standen auf einmal vor einer Schranke. Die Durchfahrt kostete 7 Euro. Ein paar hundert Meter weiter sind wir an einem Parkplatz gelandet, direkt nebendran der Wasserfall und kein Wanderweg in Sicht. Wir haben uns ein bisschen in die Büsche gewagt, sind aber nicht wirklich weit gekommen. Daher haben wir unsere sieben Sachen gepackt und sind zum Kloster Glendalough gefahren. Das Kloster liegt wunderschön in einem Tal an einem See. Dort haben wir dann unsere Wanderung nachgeholt. Übernachtet haben wir im Hotel Kilkenny, was absolut nicht weiter zu empfehlen ist. Gegessen haben wir an diesem Abend endlich mal richtig irisch in Lanigan’s Bar & Restaurant mit Live Music und Irish Dance.

9. Tag

Für den neunten Tag haben wir uns vorgenommen die Dingle Peninsula zu umrunden. Der Tag war recht diesig und wurde im Laufe des Tages immer düsterer und die Sicht immer schlechter. So konnten wir die Blasket Islands gegenüber dem westlichsten Punkt Irlands leider nicht sehen. Dafür hatten wir das Vergnügen bei stetigem Nieselregen ein Ständchen von einem Flötenspieler zu bekommen. Das war fast schon ein bisschen gruselig, einfach schaurig schön. In Dingle haben wir in John Benny’s Pub leckeren Fisch gegessen. Die Nacht haben wir dann in Limerick im Absolute Hotel verbracht, übrigens sehr zu empfehlen.

10. Tag

Als wir am nächsten Tag zum Auto gegangen sind erwartete uns der nächste Platten. Wir haben einen Pannenservice angerufen, der kam um uns den Reifen aufzupumpen und ihn dann in der Werkstatt zu wechseln. Wir hatten wieder Glück und konnten einen gebrauchten ergattern. Leider war dann aber der halbe Tag im Eimer und unsere Pläne somit auch. Es wäre zwar noch einiges möglich gewesen, aber es hat geregnet, ich war ziemlich k.o. nach einer Woche wechselnden Betten, ungewohnter körperlicher Tätigkeit und einer doofen Erkältung. Also haben wir beschlossen einfach in Limerick bummeln zu gehen. Wir haben Mitbringsel für unsere Wohnung-Sitter besorgt und im The Locke Bar & Oyster House Restaurant zu Mittag gegessen. Um auf Nummer sicher zu gehen sind wir abends gleich in Richtung Dublin weitergefahren um auf eventuelle Überraschungen am kommenden Abflugtag flexibler reagieren zu können. Das Hotel The Green Isle hatte starken Jugendherbergscharakter, aber wir hatten keine Lust im Dunkeln weiter zu Suchen und zum Schlafen war es ausreichend. Das Essen war auch ok.

11. Tag

Am nächsten Mittag haben wir am Flughafen unseren Mietwagen zurück gegeben und den Rest des Tages bis zum Abflug um 17 Uhr am Flughafen verbracht. Aber besser so, als wenn wir den Flieger verpasst hätten. In Deutschland sind wir um 20 Uhr Ortszeit in Frankfurt angekommen und haben glücklicherweise kurz darauf direkt einen Zug erwischt. In Mannheim mussten wir dann umsteigen und in Karlsruhe gab es noch einen ungeplanten Zwischenstopp, weil der Triebwagen einen Schaden hatte. Innerhalb einer halben Stunde konnten wir aber weiter fahren und um halb 12 waren wir dann wieder daheim.

Irland war richtig schön und ich würde jederzeit wieder hin fahren. Das nächste Mal würde ich die Route besser planen und vor allem die Mahlzeiten und Schlafmöglichkeiten. Am besten wäre es wahrscheinlich sich zwei oder drei Hotels auszusuchen, von wo aus man Tagestouren unternimmt. Dann braucht man nicht jeden Tag aufs neue suchen und ein- und auspacken. Und man hält vielleicht länger durch. Die letzten Tage war bei mir schon etwas die Luft raus. Die Sehenswürdigkeiten sind touristisch sehr gut erschlossen. Fast zu gut. Ich hatte oftmals das Gefühl, dass versucht wird Geld zu machen, wo immer es geht. Und die meisten Klöster, Burgen, Museen, … sind sich doch alle ähnlich. Sollte es mich wieder mal nach Irland verschlagen, möchte ich mehr vom Land an sich und der Natur sehen und vor allem in den Wicklow Mountains wandern gehen. Ihr wisst schon, da wo „P.S. Ich liebe dich“ spielt. Diese Landschaft mit den grünen durch Steinmauern getrennte Pferde-, Kuh- und Schafweiden haben wir nämlich nur von der Straße aus gesehen. Mit der Wahl unserer Sehenswürdigkeiten war ich an sich sehr zufrieden. Das einzige, was mir ein bisschen gefehlt hat, war die Geschichte Irlands bzw. die Geschichten über Irland, also die Sagen und Märchen und das keltische Erbe.

Falls ihr euch wundert, warum nicht alles verlinkt ist: ich habe nur die Orte verlinkt, die ich uneingeschränkt weiter empfehlen kann. Die Sehenswürdigkeiten gehören da nicht dazu, die würde ich alle wieder anschauen.

Die letzte Party

Bevor ich euch wieder mit Geschichten aus meinem Alltag versorge, machen wir eine Reise in die Vergangenheit. Genauer gesagt in die Zeit vor der Hochzeit, als ich noch ledig war und diesen Zustand das letzte Mal mit ein paar Freundinnen genossen habe. Mein Horror-Szenario war eindeutig: gegen eine Sauftour mit Bauchladen, peinlichen Spielen und Küsschen für fremde Männer hätte ich mich mit Händen und Füßen gewehrt. Zum Glück haben die Planerinnen auf meine Vorlieben Rücksicht genommen und so hatte ich einen wunderbaren Tag, an dem ich mich entspannen und noch ein bisschen Sonne bzw. Bräune tanken konnte.

Zuerst waren wir in Konstanz in den Bodenseethermen und haben uns massieren lassen. Ein Traum! Und danach ging es auf den See zum Segeln. Es war mein erstes Mal und einfach nur toll. Ich habe es in vollen Zügen genossen. Aufgrund zeitlicher Engpässe seitens der Planerinnen, hatten wir auf dem Boot leider keinen Sekt. 😉 Es war aber trotzdem lustig und einfach nur schön.

Nach drei Stunden Wasser, Luft und Sonne, waren wir einfach nur k.o. Also haben wir in der "Tollen Knolle" unseren Hunger gestillt und sind danach bei einer Freundin zum DVD schauen auf der Couch gelandet. Mehr ging einfach nicht.

Eine Woche später hatte dann der Superheld seinen Junggesellenabschied. Da er kurz zuvor aber 3 Wirbel draußen hatte und krank geschrieben war, konnte der JGA nicht wie geplant statt finden. Also sind die Jungs bei uns aufgekreuzt um auf dem Balkon zu grillen. Da ich zu dem Zeitpunkt voll in den Hochzeitsvorbereitungen gesteckt habe und an diesem Wochenende meine Schwester zum Helfen gekommen ist, konnte ich das Feld nicht ohne Weiteres räumen. Und so kam es, dass ich an der letzten ledigen Party meines Mannes dabei war und mehr Möglichkeiten zum Anstoßen hatte, als an meinem eigenen Junggesellinnenabschied. 😉

Lasst euch eins gesagt sein: mit einer Horde betrunkener Männer verhält es sich wie mit einem Sack Flöhe. 😉

Und sonst so

Die Zeit fliegt mal wieder nur so dahin. Aber ich bin gar nicht gestresst. Irgendwie ist alles ganz entspannt, ich genieße den Sommer und freue mich auf die Hochzeit.

Nachdem unsere favorisierte Location abgesagt hatte, haben wir nun eine neue gefunden und die Einladungskarten sind inzwischen auch raus. Die Gäste sind also versorgt, was will man mehr? Der Rest ist Kür. So sehe ich das zumindest und dadurch kann ich alles ganz locker sehen.
Die Ringe sind auch bestellt und unsere Hochzeits-Outfits sind bis auf Kleinigkeiten komplett. Mir fehlt noch eine Tasche, die ich selber nähen möchte. So hab ich wenigstens ein selbst-genähtes Teil. Ich habe ein wunderschönes Stück Leder passend zum Hochzeitskleid ergattert, aus dem ich mir gerne eine Clutch machen möchte. Ich hab ja noch fast 5 Wochen Zeit…

Wir haben unseren alten Rutscher gegen ein neues Auto eingetauscht. Es war klar, dass wir früher oder später einen neuen fahrbaren Untersatz brauchen. Und als sich uns eine gute Chance geboten hat, haben wir zugeschlagen. Rechtzeitig zum Sommer haben wir nun eine Klimaanlage. Ich sag ja, 2013 ist mein unser Jahr. Der kleine Sportwagen ist in den Besitz meiner Schwester übergegangen – sie ist glücklich und er bleibt in der Familie. 😉

Ich versuche weiterhin abzunehmen und Sport zu treiben, was bei den laufenden Hochzeitsvorbereitungen aber gar nicht so einfach ist. Irgendwas ist immer… Die Waage zeigt eigentlich andauernd das gleiche an (ca. -2,5 kg), aber ich fühle mich eindeutig wohler als noch vor einem halben Jahr und irgendwie sieht es nach mehr Gewichtsverlust aus. Muskeln wiegen ja bekanntlich mehr als Fett und alles ist straffer. Ich denke, zudem hat sich meine Haltung verbessert. Sobald die Hochzeit rum ist, möchte ich die übrige Zeit in noch mehr Sport stecken. Denn eines ist sicher: ich habe den Spaß an der Bewegung wieder entdeckt!

Mein altes Fahrrad hat am Lahrer Bahnhof ein neues Dach über den Kopf bekommen. Ich habe eine Fahrrad-Box angemietet und fahre nun die 4 km vom Bahnhof zur Firma (und zurück) mit dem Drahtesel anstatt mit dem Bus.
Fahrrad-Box

Wir sind am Vatertag bei der Rebhisli-Tour (hochdeutsch: Weinbergschutzhütten-Rundwanderung mit Weinverkostung) mitgewandert und vor kurzem haben wir eine Wanderung in der Ravennaschlucht gemacht. Danach haben wir die Sonne im Feierling-Biergarten und beim Oberlinden-Hock in Freiburg genossen und wären von der vielen frischen Luft fast im Stehen eingeschlafen.
Ravenna-Schlucht

Die Firma, in der der Superheld angestellt ist, hat beim Lichterfest des SV Waldkirch ein Badewannenrennen veranstaltet.
Badewannenrennen

Und zum Saison-Abschluss haben wir Pilates im Garten unserer Trainerin gemacht und im Anschluss gegrillt. Nach den Sommerferien geht’s weiter!
Caipirinha-Bowle

Und zuletzt waren wir am Samstag auf dem Seefest in Freiburg um das Feuerwerk anzuschauen. Pünktlich zu Beginn hat es angefangen zu regnen und im Endeffekt sind wir pitschnass nach Hause gefahren. Mittags hatte ich noch einen Facebook-Post einer im Regen tanzenden Blogger-Kollegin mit "Ich will auch!" kommentiert und nachts hat sich mein Wunsch erfüllt. Nach der Hitze der letzten Woche fand ich die Abkühlung einfach spitze!
Feuerwerk

Ich bin gespannt, was der Sommer sonst noch so bringt!

Alles neu macht der Mai

Im Gegensatz zu den letzten paar Jahren, halte ich immer noch an meinen Neujahrsvorsätzen fest. Ich schaffe es bereits ganz gut mehr Radio bzw. Musik zu hören, was mir gut beim Abschalten hilft. Ich lege mein Handy öfter mal zur Seite und lese statt Facebook ein Buch. Jetzt brauche ich nur noch Zeit fürs Nähen und Gitarre spielen, dann bin ich glücklich.

Vor einiger Zeit habe ich hier mal geschrieben, dass ich mir ein Buch bestellt habe, um meine Zeit besser in den Griff zu bekommen. Das hab ich jetzt endlich am Wickel und hoffe den einen oder anderen Tipp umsetzen zu können. Einen kleinen Schritt weiter bin ich auf jeden Fall schon: Am Samstag habe ich meine Nähecke auf Vordermann gebracht und alles aussortiert, was dort nichts zu suchen hat. Alles hat nun seinen festen Platz. So kann ich neue oder gebrauchte Sachen sofort verräumen und mülle mir nicht immer den ganzen Tisch zu. Wenn ich jetzt Lust bekomme zu nähen, kann ich sofort loslegen und brauche nicht erst aufzuräumen. Frühjahrsputz mit ganz viel Ausmisten. Das macht den Kopf frei.

Das Abnehmen geht weiter, auch wenn ich in letzter Zeit etwas nachgelassen habe. (Doofes Wetter + schlechte Laune = Demotivation + Dauerappetit = Frustessen) Aber zum Glück lässt sich mein innerer Schweinehund mit zunehmendem Sonnenschein immer öfter dazu überreden sich zu bewegen. Das ein oder andere Probleme scheint sich in Luft aufzulösen. Mir geht es gut und das muss ausgenutzt werden. Und so habe ich gestern die Gelegenheit genutzt um mich mit meinem nigelnagelneuen Fahrrad bei strahlendem Sonnenschein näher anzufreunden. Und ich muss sagen, wir verstehen uns gut. Wir werden jetzt öfter was zusammen unternehmen. Alles für den guten Zweck. Wenn man die Frau an der Seite eines Superhelden werden will, muss man doch gut aussehen. 😉



Den Rest des Nachmittags hab ich auf dem Balkon mit selbstgemachten Eistee genossen. Und den Tag, den Abend und das Wochenende haben wir mit einem leckeren Wein ausklingen lassen, den ich mir mit dem Gutschein, den ich beim Hauptstadtkind gewonnen habe, geleistet habe.
Ich kenn mich bei Wein & Co. nicht wirklich gut aus, deswegen hab ich meine Auswahl vom Design abhängig gemacht. Der Rosé-Wein hat mich nicht so überzeugt und der Frizzante wartet noch auf seinen Einsatz. Die Rheinperle und vor allem den Weißwein kann ich aber uneingeschränkt empfehlen – nicht nur wegen dem tollen Flaschenetikett.