Eine runde Sache

Gestern haben wir unsere Trauringe abgeholt. Am liebsten würde ich meinen jetzt schon die ganze Zeit tragen. Ich kann es so langsam nicht mehr erwarten meinen Superhelden zu heiraten. Aber lange muss ich ja zum Glück nicht mehr warten.

Unsere ursprüngliche Überlegung war, uns ganz besondere Hochzeitsringe zu kaufen. Der Superheld kann seinen Ring bei der Arbeit sowieso nicht tragen und wenn er ihn dann am Wochenende trägt, darf er ruhig auffallen. Aber ich möchte meinen Ring immer tragen. Also haben wir doch nach etwas schlichtem aber doch besonderem gesucht. Und sind eigentlich auch fündig geworden. Aber irgendwie hat diese Wahl dann doch wieder nicht zu allem gepasst. So war klar, dass es schlichte, einfarbige, silberfarbene Ringe ohne Stein werden. Ich bin absolut kein Bling-Bling-Typ und wenn man sich mal fragt, wo die Steine herkommen, kann einem schon anders werden… Im Endeffekt waren wir dann bei drei verschiedenen Juwelieren, bis wir definitiv wussten was für Trauringe es werden sollen. Zeigen werde ich sie euch jetzt aber noch nicht, das muss bis nach der Hochzeit warten! 😉

Der erste Goldschmied wollte mich dazu überreden, doch einen Ring mit Stein zu kaufen und meinte, bei seinen Diamanten sei die Herkunft unbedenklich. Mir doch egal, ich will einfach keinen Stein. Uns wurden dann ein paar Ringe gezeigt und gesagt, dass man für Eheringe kein Silber nimmt, weil es zu weich ist und kein Edelstahl, weil es sich schlecht ändern lässt. Also waren diese Materialien schon mal ausgeschieden. Im Endeffekt hat uns dort ein Paar Titan-Ringe ganz gut gefallen. Wir wollten aber nicht das erstbeste kaufen (und vor allem nicht bei diesem Goldschmied), sondern noch ein bisschen weiter schauen.

Die nächste Station war ein Schmuckgeschäft in dem eine Bekannte arbeitet, die zu dem Zeitpunkt aber leider Urlaub hatte. War aber nicht weiter tragisch, denn dort war für uns gar nichts dabei. Silberne Ringe hatten sie eigentlich nur aus Weißgold und Platin. Weißgold finde ich von der Farbe her nicht so prickelnd und zudem ist es auch weich. Und die Preise waren uns auch zu heftig. Zumindest wussten wir danach, welche Breiten wir gerne hätten.

Also sind wir weiter gezogen und sind durch Zufall bei einem kleinen Juwelier gelandet, der im Schaufenster die Ringe hatte, die wir uns vorgestellt hatten. Ganz schlichte, edle Ringe aus Palladium. Fast hätten wir sie gekauft, aber dann stand auf einmal der Goldschmied aus dem ersten Laden in der Hintertür und uns verging die Lust. Ein Blick auf den Namen des Geschäftes kann manchmal ganz hilfreich sein…

Weil Shopping-Trips einfach hungrig machen und ich auf den "Schock" eine kleine Stärkung gebraucht habe, sind wir erst mal Burger essen gegangen. Ich liebe Burger. Also so richtige, nicht die aus den gängigen Fast-Food-Läden. (Die gehen nur, wenn wir grad auf dem Heimweg von was weiß ich woher sind und kochen oder essen gehen nicht mehr in Frage kommt.) Ich meine Burger mit einem krossem Bun (Brötchen), einem saftigen Patty (Fleischeinlage) und reichlich weiterem Belag. Ich meine Burger, die man eigentlich mit Messer und Gabel essen muss, weil sie so hoch sind, dass man gar nicht rein beißen kann. Ich meine Burger, nach deren Verzehr man satt und glücklich ist und sich alle Finger ableckt. Die besten Burger habe ich bisher in Amsterdam bei Burgermeester gegessen. Die von Freddy Schilling in Köln sind auch nicht schlecht. Und endlich hat Freiburg auch einen Laden, der Burger selber macht: Der freiBurger. Superlecker! Solltet ihr die Möglichkeit haben, dort zu speisen, müsst ihr das unbedingt tun. Allein das Interior Design ist einen Besuch wert und ehrlich gesagt, waren die Lampen der Grund, wodurch mir der Laden zum ersten Mal aufgefallen ist.

Lampen

Theke

Speisekarte

Italienischer Burger

Und solch ein Burger kann einem auch ganz schnell wieder auf die geistige Höhe zurück helfen. So kam mir die glorreiche Idee, meine Connections spielen zu lassen und so haben wir 10% Rabatt auf unsere Hochzeitsringe bekommen. Wir haben sie uns zuhause im Internet über einen Konfigurator zusammengestellt, sind dann aber noch ins Freiburger Ladengeschäft gegangen, um uns dort das Material anzuschauen und die Größen festzulegen. Die Verkäuferinnen waren dort so nett und zuvorkommend, dass ich mit einem richtig guten Gefühl den Laden verlassen habe. Und die Ringe sind echt richtig schön. Nichts ausgefallenes, aber unsere. Etwas ganz besonderes, weil sie uns zu Mann und Frau machen. Habe ich schon erwähnt, dass ich es kaum erwarten kann?

Kleine Fluchten

Da sich meine Gedanken in der letzten Zeit andauernd um die Jobsuche (und den Rattenschwanz dahinter) drehten, bin ich gerade ziemlich wirr im Kopf. Ich trage z.B. mein Glas vom Wohnzimmer in die Küche, um mir Sprudel nachzuschenken. In der Küche merke ich, dass die Spülmaschine ausgeräumt werden kann müsste. Also mach ich das. Dann wisch ich noch die Arbeitsflächen ab, putze den Herd und setz mich wieder ins Wohnzimmer. Ohne Sprudel. Ich hätte noch zig Beispiele, so geht das gerade andauernd. Damit ich nicht völlig verrückt werde, hilft nur eins: kleine Fluchten.

Also hab ich mich am Samstag in KW 26 mit einer Freundin zum Kaffee trinken verabredet und ein schnuckeliges Café in Freiburg ausgetestet.
Studio
Wallstraße 12
Blumen
Sitzplatz
Lavendel
Es gibt eine kleine aber feine Auswahl an Getränken und Snacks. Die Blaubeertarte und der selbstgemachte Eistee waren wunderbar! Mehr dazu findet ihr auf der Webseite.

Und in KW 28 habe ich mich mal wieder mit den Hobbyschneiderinnen getroffen. Ich muss das nächste Mal unbedingt daran denken Fotos zu machen…

Mit einer der Hobbyschneiderinnen habe ich einen Deal laufen: ich gestalte Flyer und Visitenkarten für sie und dafür näht sie mir ein Kleid. Dadurch sehen wir uns zur Zeit öfter. Der Schnitt musste ausgesucht werden und am Samstag vor 2 Wochen (KW 28) konnte ich das Kleid das erste Mal anprobieren. Das wird soooooo schön! Danach waren wir dann noch mit Kind und Kegel auf dem Herdemer Hock. (Für Auswärtige: Herdern ist ein Stadtteil von Freiburg und ein Hock ist sozusagen ein Fest.) Ich muss mir wirklich angewöhnen, Fotos zu machen…

Und am letzten Freitag (KW 29) war ich mit meiner lieben Freundin bei James Morrison in Emmendingen. Was für eine Stimme! Und das Wetter war uns auch gnädig. Das Konzert war leider nur viel zu schnell vorbei.
James Morrison
Unsere Füße
Am Samstag haben wir den Tag mit Shopping in Freiburg verbracht. Meistens bestelle ich meine Klamotten, damit ich sie in aller Ruhe daheim anprobieren kann. Ich kann es nämlich absolut nicht leiden, mich in schlecht beleuchteten Umkleidekabinen umzuziehen dabei auszusehen wie ein Axolotl (weiß und unförmig) und von genervten Verkäuferinnen beraten zu werden. In 4 von 5 Fällen komme ich nach Shopping-Trips total frustriert nach Hause und habe statt Klamotten dann Bücher oder Küchenutensilien in der Tasche. Aber diesmal verlief meine Suche erfolgreich: 2 dringend benötigte Oberteile, 1 Tuch und 1 Paar Sandalen. Perfekt! Ich bin mir sicher, das lag an meiner wunderbaren Begleitung. 😉 Es war ein tolles, erholsames Wochenende, das sich wie Urlaub angefühlt hat. Merci beaucoup ma chéri!

Nachtrag: Shopping in Köln

Stop thinking and go shopping

Falls ihr wissen wollt, wo wir in Köln unterwegs waren:

Unser Startpunkt ist jedesmal Köln Kalk. Sollte es euch mal dorthin verschlagen, könnt ihr im Büro für Brauchbarkeit vorbei schauen und euch ein Kalk-Shirt besorgen. Ein Besuch auf der Webseite lohnt sich auf jeden Fall!

Ich lass mich gerne durch die Läden treiben und schaue mir am liebsten Sachen an, die es nicht in jeder Stadt bzw. nicht in Freiburg gibt. Köln ist insofern ein richtiges Eldorado. Wir waren bereits das ein oder andere Mal in Köln und ein paar Läden müssen einfach immer wieder abgeklappert werden. Das wären: habitat, Muji, der Lego-Shop, der Logoshirt-Shop und der Dom-Shop. Neu entdeckt haben wir den Lomography Gallery Store Cologne, Estella Koch Lust und Gertrude No 20. Zur Stärkung zwischendurch geht’s ab ins MoschMosch Ramen schlürfen. Oder zu Freddy Schilling und einem Handmade-Burger.

Das belgische Viertel ist auch jedesmal einen Abstecher wert. Besonders sehenswert: Kurz und Weit (im wahrsten Sinne des Wortes), Boutique Frau Kayser und Rockon Cleanicum Store. Es gibt dort haufenweise kleine Boutiquen mit schicken Klamotten, aber mir war nicht so nach Kleidung kaufen. Da müssen einige Faktoren zusammen spielen, damit ich richtig Lust habe mich mehrfach umzuziehen.

Dieses Mal waren wir zum ersten Mal in Ehrenfeld unterwegs. Eine kleine aber feine Auswahl an Stoffen gibt es bei Libelle, Industrieprodukte bei utensil und super-leckeren Fairtrade Bio-Kaffee im Van Dyck.

Van Dyck

2 x Letzte Woche [KW 12+13]

Die letzten beiden Wochen sind schon wieder wie im Flug vergangen. Zum Bloggen bin ich nicht gekommen – wie auch, wenn es draußen so herrlich ist? Ich habe jede freie Minute in der Sonne verbracht, den Duft des Frühlings genossen…
Magnolie
…Sonnenanbeter par excellence beobachtet…
Eidechse
…und den Bienen beim "Pflaumen machen" zugesehen.
Pflaume

Zwischendurch habe ich im Buchbindekurs drei Kladden selber hergestellt, mit "den Schweizern" die Nacht zum Tag gemacht, gegrillt, mit einer Freundin gefrühstückt, neue Schuhe und eine knallpinke Bluse geshoppt, mit meinen Eltern ein Fahrrad für meine Mutter gekauft, nochmal gegrillt, Bärlauch geerntet und gemixert… zwei sehr schöne Wochen! So kann’s weiter gehen, aber ich versuche euch in Zukunft regelmäßiger auf dem Laufenden zu halten.

Ein langgehegter Wunsch

Seit meinem 16. Lebensjahr wünsche ich mir ein Tattoo. Da ich damals nie den Segen meiner Mama bekommen hätte, musste ich warten, bis ich von daheim ausgezogen bin. Wahrscheinlich hätte sie ihre Drohung, mich aus dem Haus zu werfen, nicht wahr gemacht, aber man weiß ja nie. Und keine Angst Mama, ich hab immer noch keins. Ich habe einfach zu viele Bedenken wegen meiner Allergie-Empfindlichkeit und meiner sensiblen Haut. Aber aus dem Kopf bekomm ich den Gedanken einfach nicht. Ich lese jeden Schnipsel übers Tätowieren, den ich zwischen die Finger bekomm und schaue jede Sendung im Fernsehen, auf die ich stoße. Nicht nur die bekannten amerikanischen Doku-Serien, viel lieber Berichte über die Geschichte und die Entwicklung dieser Kunstform. Denn genau das ist es für mich: Kunst. Mir gefällt der Gedanke ein kleines persönliches Kunstwerk zu besitzen, das mich überall hin begleitet und das mir niemand nehmen kann. Und weil ich das ganze auch mal in echt sehen wollte, waren der Superheld und ich am Samstag in Karlsruhe auf einer Tattoo Convention.
Tattoo Convention
Ich hatte ein nettes Gespräch, habe ein paar Tipps bekommen und habe viel gesehen. Es hat mich meinem Wunsch noch nicht näher gebracht, mich aber auch nicht davon abgebracht. Und es hat Spaß gemacht.
Habt ihr ein Tattoo? Verratet ihr mir eure Gechichte?

Und weil ich am Freitag festgestellt habe, dass meine Lieblings-Jeans, die ich erst seit einem halben Jahr habe, ein Loch hat, musste ich natürlich unbedingt shoppen. Hosen einkaufen ist für mich echt kein Spaß. In 99% aller Fälle bekomme ich sie nicht zu, oder sie stehen im Rücken ab. Ziemlich frustrierend. Aber ich hatte Glück und habe zwei Jeans gefunden, die passen. Da musste ich dann einfach beide kaufen. Einen Hut und ein paar Schuhe hab ich auch noch erbeutet. Zur Stärkung zwischendurch gab es Sushi.

Alles in allem ein richtig toller Samstag. Er war nur ziemlich abrupt vorbei, da ich – kaum daheim – auf der Couch eingeschlafen bin. 😉