Alles neu macht der Mai

Im Gegensatz zu den letzten paar Jahren, halte ich immer noch an meinen Neujahrsvorsätzen fest. Ich schaffe es bereits ganz gut mehr Radio bzw. Musik zu hören, was mir gut beim Abschalten hilft. Ich lege mein Handy öfter mal zur Seite und lese statt Facebook ein Buch. Jetzt brauche ich nur noch Zeit fürs Nähen und Gitarre spielen, dann bin ich glücklich.

Vor einiger Zeit habe ich hier mal geschrieben, dass ich mir ein Buch bestellt habe, um meine Zeit besser in den Griff zu bekommen. Das hab ich jetzt endlich am Wickel und hoffe den einen oder anderen Tipp umsetzen zu können. Einen kleinen Schritt weiter bin ich auf jeden Fall schon: Am Samstag habe ich meine Nähecke auf Vordermann gebracht und alles aussortiert, was dort nichts zu suchen hat. Alles hat nun seinen festen Platz. So kann ich neue oder gebrauchte Sachen sofort verräumen und mülle mir nicht immer den ganzen Tisch zu. Wenn ich jetzt Lust bekomme zu nähen, kann ich sofort loslegen und brauche nicht erst aufzuräumen. Frühjahrsputz mit ganz viel Ausmisten. Das macht den Kopf frei.

Das Abnehmen geht weiter, auch wenn ich in letzter Zeit etwas nachgelassen habe. (Doofes Wetter + schlechte Laune = Demotivation + Dauerappetit = Frustessen) Aber zum Glück lässt sich mein innerer Schweinehund mit zunehmendem Sonnenschein immer öfter dazu überreden sich zu bewegen. Das ein oder andere Probleme scheint sich in Luft aufzulösen. Mir geht es gut und das muss ausgenutzt werden. Und so habe ich gestern die Gelegenheit genutzt um mich mit meinem nigelnagelneuen Fahrrad bei strahlendem Sonnenschein näher anzufreunden. Und ich muss sagen, wir verstehen uns gut. Wir werden jetzt öfter was zusammen unternehmen. Alles für den guten Zweck. Wenn man die Frau an der Seite eines Superhelden werden will, muss man doch gut aussehen. ;-)



Den Rest des Nachmittags hab ich auf dem Balkon mit selbstgemachten Eistee genossen. Und den Tag, den Abend und das Wochenende haben wir mit einem leckeren Wein ausklingen lassen, den ich mir mit dem Gutschein, den ich beim Hauptstadtkind gewonnen habe, geleistet habe.
Ich kenn mich bei Wein & Co. nicht wirklich gut aus, deswegen hab ich meine Auswahl vom Design abhängig gemacht. Der Rosé-Wein hat mich nicht so überzeugt und der Frizzante wartet noch auf seinen Einsatz. Die Rheinperle und vor allem den Weißwein kann ich aber uneingeschränkt empfehlen – nicht nur wegen dem tollen Flaschenetikett.


Inspirierende Begegnungen

Am zweiten November-Wochenende fand zum neunten Mal die Plaza Culinaria in Freiburg statt. Wir waren schon ein paar Mal dort und ich freue mich jedes Mal auf die Inspirationen und die leckeren Sachen die dort angeboten werden. Leider hab ich dieses Jahr nicht ganz so viel gesehen, wie ich es mir gewünscht hätte, weil unsere Gäste frühzeitig schlapp gemacht haben. ;-)
Ein paar (neue) Erkenntnisse gab es trotzdem:

  • Ich habe das zweite Mal in meinem Leben Austern gegessen und bleibe bei meiner Meinung: "Kann man essen, muss man aber nicht."
  • Cocktails mit Weinbrand schmecken richtig lecker.
  • Man kann nie genug Kochbücher haben.
  • Ich brauche dringend ein Damast-Kochmesser.
  • Das gleiche gilt für eine Küchenmaschine.
  • Der allerbeste Senf ist Honig-Mohn-Senf.
  • Schnecken schmecken.
  • Ich finde Gin verdammt gut. Vor allem Monkey 47. Und seit neuestem vor allem mit Spicy Ginger.

Gin & Ginger

Ich bin total verliebt in das Label, die Webseite und die Geschichte von Monkey 47. Und in den netten Mann, der mich auf den Geschmack gebracht hat. ;-)

Cocktails

Die Idee und das Design der Schwarzwald Bar Brigade haben auch sofort mein Interesse geweckt. Vor allem das handgeschriebene Cocktail-Angebot und die Illustrationen von Julia Humpfer.

Schwarzwald Bar Brigade
Hirsch
Julia & Affe

Über Julias Arbeit bin ich letztes Jahr schon einmal gestolpert, als sie einen Beitrag für den Etsy Adventskalender gestaltet hat: ein illustriertes Springerle-Rezept. Besucht sie doch mal auf ihrer Webseite und schaut euch ihre begnadeten Arbeiten an. (Dort gibt es auch Links zu ihrem Blog, zu Facebook und Co.)

Leider sind die Bilder nicht allzu gut, weil es überall ziemlich dämmerig war und ich nur mein Handy dabei hatte. Aber besser als nichts, oder?

Letzte Woche [KW 22]

Einmal kurz geblinzelt und schon ist wieder eine Woche rum. Ich hab zwar mal wieder keinen Punkt von meiner laaaangen To-Do-Liste Wanna-Do-Liste abhaken können, aber es zwingt mich ja auch niemand. Dafür habe ich am Mittwoch mal Zumba ausprobiert. Schweißtreibend, mit hohem Spaßfaktor. Und am Freitag hatte ich ein Vorstellungsgespräch in der Schweiz. Da wir sowieso vor hatten dort liebe Freunde – besser bekannt als "die Schweizer" – zu besuchen, bin ich einfach im Ausland geblieben. Am Samstag waren wir in Zürich im Museum für Gestaltung.
Museum für Gestaltung
Dort haben wir uns 100 Jahre Schweizer Grafik und Freitag – Out of the bag angschaut. Die erste ist inzwischen rum, aber die Freitag-Austellung läuft noch bis zum 29.07. Die Themen haben bei mir voll ins Schwarze getroffen: Design und Nähen. Unbedingt weiter zu empfehlen!
Zürichsee
Nachmittags haben wir am Zürichsee gechillt und abends waren wir mexikanisch essen. Hat sich angefühlt wie Urlaub. Perfekt zur Einstimmung, denn ich muss nur noch einmal arbeiten, dann hab ich 2 1/2 Wochen frei. Juhu!

Lichtspiele

Nachdem die Idee zur neuen Lampe geboren war, habe ich hier und hier das Zubehör bestellt. Wir haben die Energiesparlampe Plumen mit einfachen schwarzen Fassungen und bunten Textilkabeln kombiniert. Für die Kabelabdeckung konnte ich zum Glück auf das Fachwissen des Superhelden zurückgreifen und so haben wir letzten Freitag aus Titanzinkblech zusammen eine Abdeckung geblechnert. Am Samstagmorgen hat er die Lüsterklemmen festgelötet und die Kabelverteilung übernommen.
Lampe
Ich habe die Lampenhöhen festgelegt und dann ging’s ans Aufhängen. Der Superheld hat zwei Bleche an die Decke geschraubt unter die er die in der Fassung befestigten "Henkel" geschoben hat. Solange niemand an der Lampe Tarzan spielt, hält das 1a.
Lampe
Wir haben eine Maisonette-Wohnung und die Lampe hängt über dem Treppenaufgang ins Schlafzimmer. Links und rechts neben der Treppe ist mein Reich. Auf der einen Seite steht die Nähmaschine und auf der anderen richte ich gerade ein kleines "Fotostudio" ein. Deswegen sieht es da oben zur Zeit etwas chaotisch aus und ich musste erstmal aufräumen um ein paar schöne Fotos zu schießen.
Lampe
Für dieses Bild habe ich ein bisschen mit der Kamera rumgespielt. Selbstverständlich macht unsere neue Schlafzimmerlampe sehr viel mehr Licht. Richtig schönes, helles Licht, zum Wohlfühlen und Arbeiten. Jetzt kann ich mit tollen Nähprojekten durchstarten – vor allem weil grad alles tiptop aufgeräumt ist. Mal sehen für wie lange. ;-)
Lampe
Insgesamt waren wir 1 1/2 Tage mit der Herstellung und Anbringung der Lampe beschäftigt. Dafür haben wir jetzt ein einzigartiges "Designerteil". Wie gefällt sie euch?

Etwas Farbe ins Grau

Draußen ist es kalt und trüb. Aber ich brauche grad ganz viel Farbe und Licht. Und nachdem ich festgehalten habe, dass wir neue Lampen brauchen könnten, hat prompt das Seilsystem im Schlafzimmer angefangen verkokelt zu riechen. Ein Zeichen! Deswegen wird jetzt die nächste Lampe gebastelt. Kleines Apettithäppchen gefällig?
Teaser Lampe

Erhellend

In den letzten fünf Tagen habe ich es geschafft einige meiner Vorsätze für 2012 umzusetzen. Eine Magen-Darm-Grippe hat mich am Mittwoch niedergestreckt und seitdem habe ich die meiste Zeit mit Buch, Tee und Körnerkissen auf dem Sofa verbracht. Sozusagen eine aufgezwungene Auszeit und Naschen war auch nicht drin. Dafür aber viel Zeit zum Nachdenken und um neue Ideen zu entwickeln.

Wenn man da so auf dem Sofa sitzt und die Einrichtung um sich anschaut, fällt einem das ein oder andere auf, was man im Alltag gar nicht mehr bemerkt. Seit der Superheld und ich vor Jahren zusammengezogen sind und uns eingerichtet haben, ist eigentlich nichts mehr verändert worden. Die Möbel sind zum Teil wild zusammengewürfelt und das TV-Rack im Wohnzimmer und die Lampen im Rest der Wohnung brauchen ein dringendes Update. Vor allem die Lampe in der Küche hat schon bessere Zeiten gesehen.

Mein Hirn fing an zu rattern: … selber einen Lampenschirm basteln … Pappmaché … innen silber, damit das Licht besser reflektiert wird und es heller ist … Edelstahl-Salatschüssel als Form … HALT!!! Es müsste doch möglich sein, die Schüssel an sich als Lampenschirm zu benutzen. Der Superheld meint ja.

Also sind wir am Samstag, als ich mich wieder einigermaßen gut gefühlt habe, ins schwedische Möbelhaus gepilgert, haben Edelstahl-Schüsseln besorgt und im Baumarkt eine Fassung gekauft.

Küchenlampe

Die Gesamtkosten der Aktion belaufen sich auf ca. 9 Euro für die beiden Schüsseln (12 und 18 cm Durchmesser) und die Fassung. Der Superheld hat mit einem Metallbohrer jeweils mittig in die Schüsseln ein Loch gebohrt. In die untere so groß, dass das Gewinde der Fassung durchpasst und in die obere so groß, dass das Kabel durchpasst. Damit die Kabelabdeckung oben nicht nach unten rutscht, haben wir einen kleinen Dichtungsring über das Kabel gezogen. Und das war’s.

Küchenlampe

Da unsere Küchengeräte alle schwarz, aus Edelstahl oder schwarz mit Edelstahl sind, passt die Lampe perfekt ins Gesamtbild. Jetzt fehlt mir zu meinem Küchenglück nur noch ein Esstisch und eine Kitchen Aid. Leider, leider, leider haben wir für beides nicht genügend Platz. *seufz* Ich denke, es wird Zeit für einen Umzug…

Gedeckte Tafel

Nachdem der Adventskalender und der Adventskranz nun fertig sind, konzentriere ich jetzt meine Zeit und Energie auf Weihnachtsgeschenke und meinen Wichtel. Da ich die Sachen jetzt aber noch nicht zeigen kann, bekommt ihr heute ein etwas älteres Projekt zu sehen.

Letztes Jahr habe ich uns Suppenschalen gekauft, die außen blau-metallisch lackiert waren. Ich weiß nicht mehr, ob sie spülmaschinengeeignet waren oder nicht, auf jeden Fall sind sie bei mir immer in die Spülmschine gewandert. Das – und die unbedachte Runde in der Mikrowelle – hat die Farbe leider nicht überlebt und hat sich nach und nach abgelöst. (Die Blitze in der Mikrowelle sahen aber echt schön aus. ;-) ) Ich wollte sie schon entsorgen, da fiel mir ein, dass ich ja einfach die restliche Farbe abschmirgeln könnte. Der Arbeitsaufwand war dann aber doch zu groß und ich habe sie von einem Bekannten sandstrahlen lassen.
Danach waren sie wieder im Gebrauch, aber durch die unversiegelte Oberfläche, sahen sie mit der Zeit ziemlich grau aus. Nächste Idee: neu lackieren. Warum nicht mit Tafellack? Nach einiger Recherche habe ich hier Tafelfarbe für Pozellan gefunden. (Leider haben sie die Farbe nicht mehr im Programm.)
Pozellan-Tafelfarbe
Ich habe die Schalen einfach mit einer Schicht Farbe angestrichen, einen Tag trocknen lassen, erneut eine Farbschicht aufgetragen und wiederrum einen Tag trocknen lassen. Den Farbe danach laut Herstellerangabe im Backofen einbrennen und fertig!
Tafel-Schalen
Seit ein paar Wochen sind die neuen Schalen in Gebrauch und in der Spülmaschine und die Farbe hält! Zum Beschriften eignet sich natürlich Kreide oder auch ein Flüssigkreide-Stift, z.B. ein Window Marker von edding.