Urlaub und ein Bloggertreffen

Und weiter geht es mit dem Resümieren der letzten Wochen und der wichtigsten Ereignisse. Wir sind inzwischen bei KW 24 angelangt…

Nach unserem sonnigen Vorurlaubswochenende in Zürich sind wir in KW 24 nach Köln zur Superhelden-Schwester und ihrer Familie gefahren. Das Wetter dort war leider ziemlich durchwachsen und schlechter als erwartet erhofft. Aber wer sind wir denn, dass wir uns vom Wetter abhängig machen? Beim Shoppen ist das Wetter ziemlich egal. Den Kindern beim Fußballspielen auch. Und uns beim EM schauen auf der Couch sowieso. Außerdem sind wir ja hauptsächlich wegen der Familie in Köln gewesen. Es ist immer wieder schön bei der Superhelden-Schwester und ich finde es ungemein schade, dass sie so weit weg wohnt.

ideenkind | 4711

In Köln lebt auch die von mir hochgeschätzte Nora von a red apple. Also hab ich all meinen Mut zusammen genommen und sie gefragt ob sie Lust hätte sich mit mir zu treffen… So ein Blind Date ist ja etwas kritisch. Verstehen wir uns? Wie soll ich mich verhalten? Über was sollen wir reden?

Auf jeden Fall hatte sie Lust und hat den Superhelden und mich zum Feierabendbier mit ihren Arbeitskollegen eingeladen. Das alles lief per Mail, auch der Austausch der Handynummern. Als ich dann das Treffen offiziell machen wollte, hat mein Handy-Akku den Geist aufgegeben. Mist, was nun? Ich hab ein bisschen meine grauen Zellen angestrengt und konnte mich an meine Zugangsdaten zum Mailserver erinnern. Nur doof, dass ich darauf mit dem Handy vom Superhelden keinen Zugriff bekam. Ein weiteres Handy brachte den gewünschten Erfolg und dem Treffen stand nichts mehr im Weg.
Schon die Begrüßung war herzlich und wir haben uns auf Anhieb verstanden. Der Abend war feucht-fröhlich und wir haben viel rumgealbert. Ich sag da nur Gesichtsmassage. 😉 So einen unbeschwerten Abend hatte ich schon länger nicht mehr. Jetzt hoffe ich nur, dass die Truppe ihre Drohung wahrmacht, uns einen Gegenbesuch abstattet und ich dann auch Noras Freund Felix kennenlerne, der an diesem Abend leider nicht dabei war.
Wie gesagt, der Handy-Akku war leer, deswegen gibt es von uns nur diese beiden einigermaßen brauchbaren Bilder, die der Superheld geschossen hat.

ideenkind | a red apple und das ideenkind

Die anderen waren komischerweise alle verwackelt. 😉
Bei Nora könnt ihr euch auch noch ein paar Fotos anschauen.
Wenn ich sehe, wie lange das schon wieder her ist, habe ich ein richtig schlechtes Gewissen. Sorry Nora!

Und dann war da noch der Sonntags-Besuch bei meinen Großeltern. Mein liebster Opa war zu dem Zeitpunkt in Begleitung meiner liebsten Oma in Reha. Da wir zumindest einigermaßen in der Nähe waren, wollte ich sie gerne sehen. Also sind wir nach Bad Münder gefahren, hatten dort sogar Sonnenschein und konnten einen schönen Spaziergang machen. Wisst ihr was ein Sole-Gradierwerk ist?

Salzhaltiges Wasser wird über Reisig geleitet, auf dem das Salz auskristallisiert. Aus dem Reisig wird später durch Sieden das Salz gewonnen. Spannend, oder? Die Luft war wunderbar rein und perfekt für meine Heuschnupfen-Nase. Sowas sollte ich hier bei mir ums Eck haben.

Sommer am Zürichsee

Die KW 23 bestand aus drei prall gefüllten Arbeitstagen, gefolgt von einem Feiertag und meinem Urlaubsanfang. Yeah! Und was macht man, wenn man Urlaub hat? Erstmal nichts.
Deswegen gibt es nichts zu berichten, sondern nur ein paar Bilder von letztem Samstag (KW 22) in Zürich.

Zuerst haben wir uns im Museum für Gestaltung etwas Kultur zu Gemüte geführt.

Leider war es etwas düster und die meisten Objekte hinter Glas, so dass ich ohne Blitz fotografieren musste und die Bilder größtenteils zu dunkel oder verwackelt wurden. Aber von meinem persönlichen Highlight gibt es Beweisaufnahmen: Empty Words von Jürg Lehni und Alex Rich. Ich denke die Bilder erklären sich von allein.

Auch gut gefallen haben mir die Typo-Programme von scriptographer.org, die auf einem Bildschirm demonstriert wurden. Ebenfalls von Jürg Lehni in Zusammenarbeit mit Jonathan Puckey.

Die Freitag-Austellung war für mich als Hobbyy-Näherin sehr interessant und inspirierend. Am liebsten hätte ich mir das CD-Manual für die Designer und das für die Mitarbeiter mitgenommen. Aber sowas macht man ja nicht… Ich hab da schon als Kind einen Spruch gelernt: Das Berühren der Figüren mit den Pfoten ist verboten. 😉

Als wir das Museum verlassen haben, standen draußen haufenweise Fahrräder aus allen Epochen mit teilweise „verkleideten“ Besitzern. Es haben sich dort die Teilnehmer des Gentlemen’s Run getroffen.

ideenkind | Gentlemen's Run

Den Rest des Tages haben wir plaudernd mit Panasch am Zürichsee verbracht. Bei strahlendem Sonnenschein. Kann man sich gerade gar nicht mehr vorstellen.
Hallo Sommer! Schau mal, so geht das. Nur falls du es vergessen haben solltest.

I want to ride my bicycle… Letzte Woche [KW 17]

Waaaas? Ich bin ehrlich irritiert: Schon wieder fast zwei Wochen rum. Aber seit ich weiß, dass ich nicht übernommen werde, hab ich den Kopf nicht mehr so richtig frei bekommen. Zudem hab ich mir Sorgen um verschiedene Familienmitglieder machen müssen gemacht und viel telefoniert. Kurz gesagt, die letzten beiden Wochen waren nicht meine und wenn ich dann mal Zeit hatte, habe ich mich sportlich betätigt, um das Hirn wenigstens ein bisschen durchzupusten. Also haben wir die Fahrrad-Saison eingeläutet.

ideenkind | Cruiser

Der Superheld hat einen Low-Rider und am Samstag sind wir damit zum Holländischen Frühjahrsfest eines Freiburger Möbelladens gefahren, haben dort eine Freundin getroffen und Möbel bestaunt, die wir uns mal kaufen möchten, wenn wir irgendwann im Lotto gewinnen. Nebenher haben wir ein Glas Sekt mit kandierten Veilchenblütenblättern (!!!) getrunken und exquisites Fingerfood eines Freiburger Caterers zu uns genommen. Seit dem gibt es bei uns einen „Running Gag“.
Ich: „Soll ich dir mal was tolles sagen?“
Der Superheld: „Ja?!“
Ich: „Kalbfleischkroketten…“
Die waren echt der Hammer! Innen schön weich und saftig, außen knusprig, zusammen mit Käsewürfeln auf ein Spießchen gesteckt und mit Cocktailsauce serviert. Zum Reinlegen! Bei Gelegenheit muss ich unbedingt mal probieren, ob ich das selbst hinbekomme. Auch das Design der Visitenkarten und der Name des Caterer haben mich voll überzeugt: smutje’s. Ich muss unbedingt sobald wie möglich im Café vorbei schauen.
Auch am Sonntag hat es uns nach draußen gezogen. Diesmal mit dem Mountain-Bike und zu einer richtigen Fahrrad-Tour – nach Emmendingen auf die Ruine Hochburg.

ideenkind | Auf der Burg

20 km und 60 Meter Höhenunterschied sind zum Einstieg doch gar nicht schlecht. Zwischendurch haben uns zwar zwei Regenschauer überrascht, dafür wurden wir aber mit einem genialen Regenbogen belohnt.

ideenkind | Regenbogen
ideenkind | Hochburg von unten

Zum Abendessen gab es einen Klassiker meiner Kindheit: Nudelsalat. Immer wieder lecker und verdienterweise so richtig schön mit Mayo. 😉

Eingefroren

Letztes Wochenende wurde in Hamburg die zugefrorene Alster gefeiert. Solch ein Alstereisvergnügen gab es zuletzt vor 15 Jahren. Vorletztes Jahr im Februar standen wir auch auf der zugefrorenen Alster, nur ohne Party. Es war trotzdem ein Erlebnis für sich…

ideenkind | Alster

Aufgrund der eisigen Temperaturen der letzten Tage und den Bildern vom Alstereisvergnügen habe ich mich an unseren Hamburg-Trip erinnert:
Es war unser erster richtiger gemeinsamer Urlaub ohne Miturlauber oder Familienbesuche. Übernachtet haben wir im 25hours No 1 in Hamburg-Bahrenfeld, etwas außerhalb, aber gut mit Bus und Bahn zu erreichen.

Inzwischen gibt es ein weiteres 25hours in der Hafencity. Das nächste Mal in Hamburg möchte ich dort übernachten! Aber dann bei wärmerem Wetter. Das letzte Mal war es doch etwas frostig. Und dann machen wir all die Touri-Sachen, die wir das letzte Mal aufgrund der eisigen Temperaturen ausgelassen haben: Michel, Hafenrundfahrt, Planten und Blomen, Tierpark Hagenbeck, …

ideenkind | Fischmarkt

Wir sind über den Isemarkt und den Fischmarkt geschlendert, sind durch die Speicherstadt gebummelt und waren shoppen, aber ansonsten haben wir uns eigentlich nur Museen angeschaut. Hauptsache warm und drinnen. Besonders toll waren:

  • das Automuseum Prototyp
    Nicht nur für Autofans, auch für Design-Liebhaber ein Augenschmaus.
  • das Speicherstadtmuseum
    Sehr interessant, ein gemütliches Flair und schöne Ausstellungsstücke. Man kann dort auch an Teeverkostungen teilnehmen.
  • das Tropen-Aquarium des Tierpark Hagenbeck
    Ein Tag in der Wärme mitten im Winter. Das Hai-Atoll ist besonders sehenswert.
  • und das Miniatur-Wunderland
    Der eigentliche Grund, warum wir nach Hamburg gefahren sind. Wir hatten schon so viele Berichte darüber gesehen und wollten es unbedingt live sehen. Ich habe gefühlte eine Millionen Bilder geknipst und musste den Akku der Digicam dreimal aufladen. In allen Ecken gibt es wundervolle Details. Ich hätte den ganzen Tag dort verbringen können.

Ein weiterer Grund war Tim Mälzers Bullerei – zumindest für mich. Leider blieb es uns verwehrt den Meister selbst zu sehen, aber das Essen allein war den Besuch wert. Wir hatten Anti-Pasti als Vorspeise und Heidschnuckenrücken mit überbackenen Kartoffeln als Hauptspeise. Einfach himmlisch zu akzeptablen Preisen (im Gegensatz zu Rachs Tafelhaus, das wir deswegen auch nicht beehrt haben).

Außerdem waren wir am Valentinstag im Fillet of Soul. Ich hatte ein Risotto mit Spargel und Thunfisch – ich sag nur: fantastisch. (Das Valentinstag war, habe ich erst gemerkt, als mir der Kellner zum Abschied eine langstielige rote Rose in die Hand gedrückt hat.)
Beide Restaurants kann ich uneingeschränkt empfehlen! Beim nächsten Hamburg-Besuch ist dann Steffen Henssler dran.

ideenkind | Bullerei

Den Großteil der Zeit waren wir dank der Hamburg Card mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß unterwegs. Fast einen ganzen Tag haben wir im Schanzenviertel mit all den tollen Läden und schnuckeligen Restaurants und Cafés verbracht. Ich habe dort im Villa Meer meinen ersten Kashmir Chai Tee getrunken und dabei die tolle türkis-goldenen Tapete bestaunt. Ich habe bei Jungbluth (der Superheld hat sich einen neuen Stab für sein Ohr-Piercing gekauft) wieder mal darüber nachgedacht, mich tätowieren zu lassen (und hab immer noch kein Tattoo). Wir haben im Elternhaus einen niedlichen Body für den neuen Neffen des Superhelden gekauft und ich habe mich im Trödelladen untendrunter etwas gegruselt. Bei Goldkind haben wir süße Kindersachen und ein imposantes Wandgemälde bestaunt.

Bei Holybikes habe ich mich in ein Fahrrad verguckt, mir beim geschlossenen Kochbuchladen die Nase platt gedrückt und im Sweet Suburbia britische Besonderheiten bestaunt.
Wegen meiner bevorstehenden Arbeitslosigkeit haben wir allgemein kaum etwas gekauft, aber das ist eine andere Geschichte.

Abends sind wir dann vom vielen Laufen und der frischen Brise total ermüdet und von den Eindrücken geplättet ins Bett geplumst.

Merkt ihr, wie verliebt ich in Hamburg bin? Während dem Schreiben bekomm ich Sehnsucht und kann es kaum erwarten meine Lieblingsstadt bald mal wieder zu sehen. Viele liebe Grüße in den hohen Norden!

Der Wille zählt

Vorsätze sind ja irgendwie doof. Man nimmt sich vor im neuen Jahr alles anders und besser zu machen, aber meist ist nach ein paar Wochen der innere Schweinehund stärker als der Wille. Wenn ich mir überlege, was ich mir letztes Jahr vorgenommen habe, bin ich nicht weit gekommen. Mit meinem Blog online zu gehen, ist das einzige, was ich geschafft habe. Darauf bin ich ein kleines bisschen Stolz. Das Bloggen macht mir Spaß – vor allem der persönliche Kontakt zu anderen Bloggern und Bloglesern – und ich habe es sehr zu schätzen gelernt. Außerdem wollte ich abnehmen (der Dauerbrenner), mehr nähen und den Fernseher öfter auslassen (doofe Angewohnheit). Vielleicht schaffe ich es dieses Jahr? Immerhin seid ihr jetzt eingeweiht und ich möchte mir keine Blöße geben.

Meine Vorsätze für 2012:

  • mehr Lesen und Radio hören
  • weniger Naschen und mehr Bewegung (damit es dieses Jahr mit dem Abnehmen klappt)
  • neue Bekanntschaften machen
  • Gitarre lernen
  • neugierig bleiben und das Kind in mir rauslassen
  • dem Blog ein neues Aussehen verpassen, besser schreiben und ein paar Leser mehr für mich gewinnen
  • viel Fotografieren
  • kleine Auszeiten einplanen und bewusst genießen
  • mehr Nähen, am liebsten Kleidungsstücke für mich
  • meiner Kreativität allgemein mehr Ausdruck verleihen (in meinem Kopf schwirren so viele Ideen rum…)

Packen wir es an!

29 WAYS TO STAY CREATIVE from TO-FU on Vimeo.