Über ideenkind

Baujahr 1980 und verliebt in das Leben und alles, was das Leben schöner macht: meinen Superhelden, Sonnenschein, Eiscreme, Luftballons, Ausschlafen, ...

9 Monate Löwenmädchen

ideenkind | 9 Monate Löwenmädchen

Da passt man mal nicht auf und schon ist das Baby drei Monate älter. Die Zeit mit dir vergeht so schnell. Viel zu schnell. Jeden Tag lernst du etwas neues und ich kann gar nicht genug davon bekommen dir zuzuschauen.

Nachdem du deine „Wurftechnik“ zur Fortbewegung perfektioniert hast, hast du angefangen dich hochzuziehen und zu krabbeln. Inzwischen kommst du ohne Probleme in den Stand und wieder zurück, hangelst du dich überall lang, kommst super mit dem Laufwagen vorwärts und stehst immer öfter frei. Es würde mich nicht wundern, wenn du demnächst läufst.
Statt zu sitzen hast du eine Zeit lang nur gekniet. Aber nun machst du beides in zahlreichen Varianten. So wie es dir gerade am besten passt.

Brei ist nach wie vor nicht so dein Ding, auch wenn du inzwischen ab und zu mal probiert hast. Festes Essen, bevorzugt das, was ich esse, magst du lieber. Du isst eigentlich alles, aber bisher keine nennenswerten Mengen. Ich mache mir schon so meine Gedanken, aber vermutlich fängst du von einem Tag auf den anderen an richtig zu essen und alle Sorgen waren umsonst. Bis dahin stillen wir nach wie vor und fühlen uns gut dabei.

Am Ostermontag waren wir im Zoo. Es war so schön zu sehen wie du die Tiere beobachtet hast und dich im Streichelzoo unbändig mit allen Gliedmaßen gefreut hast. Du lachst immer öfter und schäkerst mit jedem, der dich freundlich anlächelt.

Du kannst immer besser klar machen, was du möchtest. Das Spielzeug, mit dem du spielen möchtest, suchst du dir gezielt aus. Wenn man Musik anmacht,fängst du an zu „tanzen“.

Aktuell wiegst du 9 kg, trägst Größe 74/80 und Windeln in 4+. Die beiden unteren Zähne sind halb da und die oberen sieht man deutlich im Zahnfleisch. Wir waren das zweite Mal beim Notarzt, weil du Fieber hattest, gehustet und ganz doll gekrächzt hast. Der Arzt vermutete Kehlkopfentzündung und hat uns für den Notfall Cortisonzäpfchen verschrieben, die wir zum Glück nicht brauchten. Der Husten hält sich hartnäckig, aber du steckst es gut weg und bist wie immer mein fröhliches kleines Mädchen.

Auch wenn mir alles ein bisschen zu schnell geht, bin ich wahnsinnig stolz auf dich und freue mich über jeden deiner Erfolge – so wie du selbst.
Durch dich ist mein Leben noch viel besser geworden. Ich genieße jeden Moment mit dir. Ich liebe dich mein Löwenmädchen.

6 Monate Löwenmädchen

ideenkind | Kuscheln mit dem Baby

Es ist spät. Wir liegen zusammen im Bett. Du schläfst an mich gekuschelt nachdem ich dich gestillt habe. Der Tag war lang, aber wunderbar. Wir waren beim Möbelschweden und danach mit einer befreundeten Mama und ihrem kleinen Mann auf dem Mundenhof. Es war so schön warm und wir haben das erste Eis des Jahres im Freien genossen. Du hast das erste Mal die Tiere wahr genommen und warst ganz fasziniert. Wieder zuhause haben wir den Fahrradanhänger einsatzbereit gemacht und du konntest sogar noch eine Katze streicheln. Ich denke an all die ersten Male, die wir schon zusammen erlebt haben und all die Sachen die du schon kannst…

Du freust dich ganz doll, wenn du deinen Papa, den Superhelden, siehst. Nette Menschen lächelst du an. Du bist wahnsinnig neugierig und möchtest ja nichts verpassen, was das Schlafen und das Stillen manchmal fast unmöglich macht. Auf dem Wickeltisch drehst du dich ohne Unterlass und räumst alles ordentlich um. Du bist die meiste Zeit in Bewegung und kannst ganz schnell mit den Armen und Beinen zappeln. Du magst es aus der Trage heraus die Welt ganz genau in Augenschein zu nehmen. Aus dem Kinderwagen heraus ist das meistens auch okay. Alles wird ganz genau beobachtet. Lustige Geräusche (machen) findest du toll. Du liebst es wenn jemand Blödsinn mit dir macht und rum tobt. Du meckerst, wenn du nicht ans Spielzeug kommst. Aber es wird seltener, weil du raus gefunden hast, wie man vorwärts kommt. Aus dem Vierfüßler lässt du dich einfach nach vorne fallen. Oder du streckst dich einfach unglaublich lang. Du gibst zu erkennen, wenn du auf den Arm willst oder Hunger hast. Du brabbelst niedlich vor dich hin. Du reibst dir die Augen wenn du müde bist und gähnst unglaublich süß. Du willst alle 2 bis 3 Stunden gestillt werden, egal ob Tag oder Nacht. Tagsüber schlafen ist nicht so dein Ding. Nachts geht es. Du grinst mich direkt nach dem Aufwachen an.

Der Superheld hätte deine Augen gerne braun, wie seine. Ich finde grün gut, wie meine. Aber du hast die perfekte Mischung: olivgrünbraun. Du bist 70 cm groß und wiegst 8,5 kg. Du trägst meist Kleidergröße 74 und Windeln in Größe 4. Brei verschmähst du bisher. Aber Gurke, Karotte, Tomate und Brot am Stück findest du gut. Alles was ich in der Hand habe ist besonders gut. Zähne sind noch keine in Sicht.

Ich verliebe mich jeden Tag mehr in dich, mein Löwenmädchen, und ich könnte dich den ganzen Tag beobachten.

Zwei neue Leben

ideenkind | Kleine Füße

Am 9.12.2015 habe ich erfahren, dass ich schwanger bin. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich gefreut habe. Und wie viel Angst ich auf einmal hatte…

Meine Schwangerschaft verlief ohne größere Probleme. In der ersten Zeit war mir oft übel, aber es war erträglich. Mit wachsendem Bauch hatte ich zunehmend Rückenschmerzen. Und mit fortschreitender Schwangerschaft habe ich immer mehr Wasser eingelagert. Mein Frauenarzt hat mich zweimal auf Schwangerschaftsdiabetes getestet, weil ich so viel zugenommen habe. Und ich war dauernd müde. Hundemüde.

Ende Mai sind wir dann noch umgezogen, weil unsere bisherige Maisonette-Wohnung nicht so gut für ein Baby geeignet gewesen wäre. Hätten wir die neue Wohnung zu diesem Zeitpunkt nicht gefunden, wären wir in der alten geblieben. Am Anfang schläft das Baby ja sowieso im Elternschlafzimmer. Im Mai war ich dann auch schon sehr schwanger und alles fiel mir ziemlich schwer. Daher war der Umzug echt anstrengend und im Mutterschutz habe ich auch nicht das geschafft, was ich mir so vorgestellt habe. Deswegen sind wir immer noch dabei uns einzurichten. Das nervt etwas, weil es mit Baby auch nicht so richtig voran geht, aber es gibt wichtigeres.

Am Tag vor dem Geburtstag unserer Tochter hatte ich den ganzen Tag fiese Rückenschmerzen und habe andauernd mit Wehen gerechnet. Als ich mich dann um 10 Uhr abends ins Bett gelegt habe, ging es los. Um 3 Uhr habe ich den Superhelden geweckt, damit er mich so langsam mal ins Krankenhaus fährt. Um 4 Uhr waren dann da. Der Muttermund war schon offen, aber es ging trotz regelmäßiger Wehen kaum vorwärts. Also wurde irgendwann die Fruchtblase geöffnet, damit sich mal was tut. Die Wehen wurden immer stärker, bis ich das Gefühl hatte nur noch eine einzige andauernde Wehe zu haben. Zu dem Zeitpunkt – irgendwann mittags – habe ich gefroren und gezittert und konnte mich kaum noch auf den Beinen halten, so dass die Entscheidung für eine PDA fiel. Ich konnte mich eine Weile erholen bevor die Wehen wieder in Gang gebracht wurden. Aber auch da wollte unser Schatz nicht so richtig raus. Im Endeffekt musste per Saugglocke nachgeholfen werden. Aber bisher sind noch alle irgendwie raus gekommen und am 12.08. um 16:32 Uhr hatte ich dann endlich meinen kleinen Engel im Arm.

Unser Goldschatz ist nun vier Monate bei uns und mein Leben hat sich um 180 Grad gedreht. Ich versuche mich in meinem neuen Universum als Mutter in einem anderen Ort zurecht zu finden und neue Kontakte zu knüpfen. Am Anfang war das verdammt schwer und wer mich kennt, weiß, dass ich sehr sensibel und nah am Wasser gebaut bin, aber es wird von Tag zu Tag besser. Und unsere kleine Maus macht es mir echt leicht. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie es ohne sie war. Ein Traum ist in Erfüllung gegangen. Nur die Angst, dass etwas schief gehen könnte, ist immer noch da…

Und irgendwie ergibt es nun wieder Sinn zu bloggen und Erinnerungen fest zu halten.

Verliebte Grüße
Sabrina

Bleibt alles anders

Vor 366 Tagen ist mein Opa gestorben.
Und vor 365 Tagen habe ich meinen neuen Job angetreten.

Atlantik

Mein Opa war immer ein neugieriger, fröhlicher, aktiver Mann, der sich vor ein paar Jahren sogar einen Laptop zugelegt hat, um mit seiner Familie in Kontakt zu bleiben. Als ich ihn das letzte Mal gesehen habe, lag er völlig entkräftet im Bett und konnte noch nicht mal etwas lesen. Es war unglaublich schwer ihn so zu sehen. Wir haben versucht ihm die Zeit so angenehm wie möglich zu gestalten und ihm Mut zu machen. Aber was sagt man jemandem, der keinen Lebenswillen mehr hat?

Ich bin der Meinung, dass der Tod zum Leben dazu gehört. Aber ich habe nicht mit der Trauer gerechnet. Nicht mit dieser Traurigkeit, die alles lähmt und keinen klaren Gedanken zulässt. Nicht mit den Erinnerungen, die immer wieder hochkommen und einem die Tränen in die Augen treiben. Es war und ist sehr schwer für mich. Wie es meiner Großmutter (seiner Frau) und meiner Mutter (seiner ältesten Tochter) geht, daran möchte ich gar nicht erst denken.

Vielleicht wäre es einfacher gewesen, wenn ich nicht gerade zu der Zeit den Job gewechselt hätte. Wenn ich einfach wie bisher weitermachen und/oder Urlaub hätte nehmen können. Aber so war alles anders und alles neu und ich war völlig von der Rolle. Alles war übermäßig anstrengend. Ich habe für Kleinigkeiten viel länger gebraucht als normalerweise und mich zu konzentrieren war fast unmöglich. Ich habe mich so gut es ging angestrengt um zu „funktionieren“, was mich ziemlich unter Druck gesetzt hat, so dass vieles erst recht schief lief. Mein Start im neuen Job war daher alles andere als einfach und zwischendurch sah es wirklich so aus, als ob ich die Probezeit nicht überstehen würde. Die meiste Zeit war ich ein kleines, weinendes Häufchen Elend.

Nach und nach ist es dann besser geworden. Mein Kopf funktioniert wieder und liebe Freunde sorgten (und sorgen) für ausreichend Ablenkung. Der neue Job macht mir Spaß und ich habe sehr nette Kollegen. Nur zum Bloggen hatte ich keinen Nerv. Unter anderem weil ich nicht wusste, wie ich das alles in Worte fassen soll. Und weil ich nichts zum Zeigen hatte. Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich überhaupt weiter bloggen möchte. Immerhin weilt einer meiner treuesten Leser nicht mehr unter uns. Und als ich eigentlich gerade beschlossen hatte aufzuhören, kam die Lust wieder. Und auch die Begeisterung für DIY-Projekte flammte erneut auf.

Das ideenkind ist wieder da.

Hallo 2014! Ich spiel jetzt auch mit

Hallo zusammen, da bin ich wieder. Ich habe schon x Mal angefangen diesen Beitrag zu schreiben, aber konnte einfach nicht die richtigen Worte finden. Es gab und gibt viel zu erzählen, aber für manches ist der Blog einfach nicht der richtige Ort. Auch wenn ich hier gerne alles los werden würde, manches ist zu privat, manches wäre für den einen oder anderen verletzend und es muss ja auch nicht immer jeder alles wissen.

Da es eindeutig zu spät für einen Jahresrückblick ist, möchte ich euch einfach danken. Danke für eure Kommentare und eure Anteilnahme im letzten Jahr. Und danke an alle, die unsere Hochzeit zu einem gelungenen und unvergesslichen Tag und einer tollen Party gemacht haben. Jede einzelne Geste bedeutet mir so viel!

ideenkind | Ein Dankeschön für die Hochzeitsgäste

Ich würde euch gerne allen einen Kuchen schenken, so wie unseren Hochzeitsgästen, aber das würde meine Kapazitäten sprengen. Ich habe so schon ca. 40 Stück gebacken. Ich gebe euch einfach das Rezept, dann könnt ihr euch euren Kuchen selber backen, ok? Den Guiness-Schoko-Kuchen habe ich auf Steffis Blog ohhhmhhh entdeckt. Ich habe mich an das Rezept gehalten, die Teigmenge aber auf sechs sterilisierte 500 ml Weck-Gläser aufgeteilt und gebacken. Das Frosting habe ich dann einfach weggelassen und die Kuchen direkt nach dem Backen mit (ebenfalls sterilisierten) Deckeln und Gummiringen luftdicht verschlossen. Die Idee ist überall sehr gut angekommen und der Kuchen hat auch allen geschmeckt. Er ist nicht wahnsinnig süß, durch das Bier schmeckt er leicht malzig und er ist super saftig!

Die Hochzeit und unsere Flitterwochen waren eindeutig die Highlights des letzten Jahres. Und unser Wochenend-Trip nach Berlin zur Blue Man Group (die Tickets haben wir zur Hochzeit geschenkt bekommen).

ideenkind | Brandenburger Tor

Weniger gut war dann die Kündigung am Ende des Jahres. Darüber hatte ich ja schon berichtet.

Am ersten Weihnachtsfeiertag sind wir nach Köln gefahren und haben dort mit dem „neuen“ Teil meiner Familie (die Eltern des Superhelden und seine Schwester mit Mann und Kindern) ein paar schöne Tage mit gutem Essen und netten Gesprächen genossen. Wir haben die Zeche Zollverein besucht bzw. wegen schlechtem Wetter das Ruhr Museum besichtigt und gerade noch rechtzeitig Christos Installation „Big Air Package“ im Gasometer angeschaut. Faszinierend.

Außer Windpocken waren wir auch mit einem Magen-Darm-Infekt konfrontiert, der dann auch den Superhelden befallen hat, als wir gerade den „alten“ Teil meiner Familie (meine Eltern, meine Schwester und meinen Bruder mit seiner Freundin) besucht haben. Die Heimfahrt war… überstürzt und ist gerade noch gut gegangen.

Bis Silvester sind wir faul auf der Couch rumgehangen. Der Superheld hat sich auskuriert und ich habe die Tage genutzt um Kraft zu sammeln. Kraft für die letzten Tage im alten Job. Und Kraft für den Start im neuen. Denn ich habe tatsächlich eine neue Stelle gefunden ohne einen einzigen Tag arbeitslos zu sein. (Auch wenn wir das ohne größere Probleme gewuppt bekommen hätten, war das meine größte Sorge.) Und das zwischen den Jahren… Ich bin super glücklich, dass es geklappt hat, alles hört sich super an und meine Wünsche wurden weitestgehend erfüllt. Heute hatte ich meinen letzten Arbeitstag und am Montag fange ich beim neuen Arbeitgeber an. Ich freu mich schon, bin aber auch mindestens genauso sehr aufgeregt.

In den letzten freien Tagen fahre ich mit meiner Mama zu meinen Großeltern. Da ich im ersten halben Jahr während der Probezeit keinen Urlaub nehmen kann und es meinem Opa gerade gar nicht gut geht, nutze ich die Gelegenheit ihn zu besuchen. Ich hoffe sehr, dass es nicht das letzte Mal sein wird.

Für dieses Jahr mache ich keine Vorsätze. Statt dessen wünsche ich mir ein paar Dinge. Hat für den Job bereits funktioniert und hört sich irgendwie positiver an. Und in meinem Alter weiß man auch, dass sich nicht alle Wünsche erfüllen. Man ist dann nicht so enttäuscht und kommt sich nicht so sehr wie ein Versager vor, weil man es wieder nicht geschafft hat, seine Vorsätze umzusetzen. 😉
Meine Wünsche für 2014:

  • Mehr Zeit für mich und kreative Projekte: kochen, nähen, stricken, basteln, werkeln, … Das ist letztes Jahr auf der Strecke geblieben.
  • Mehr Gitarre üben.
  • Weniger fernsehen, stattdessen mehr lesen und Musik hören.
  • Bessere Fotos schießen.
  • Ein neues Blogdesign.
  • Mehr bloggen und kommentieren.
  • Eine neue Wohnung mit mehr Platz, großer Küche und Esszimmer mit einem großen Tisch für gesellige Stunden mit Freunden.
  • Eine gesunde Nichte/einen gesunden Neffen! Ich werde nämlich Tante!

Nur eins nehm ich mir fest vor: jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Am Montag geht’s los!