Kleine Fluchten

Da sich meine Gedanken in der letzten Zeit andauernd um die Jobsuche (und den Rattenschwanz dahinter) drehten, bin ich gerade ziemlich wirr im Kopf. Ich trage z.B. mein Glas vom Wohnzimmer in die Küche, um mir Sprudel nachzuschenken. In der Küche merke ich, dass die Spülmaschine ausgeräumt werden kann müsste. Also mach ich das. Dann wisch ich noch die Arbeitsflächen ab, putze den Herd und setz mich wieder ins Wohnzimmer. Ohne Sprudel. Ich hätte noch zig Beispiele, so geht das gerade andauernd. Damit ich nicht völlig verrückt werde, hilft nur eins: kleine Fluchten.

Also hab ich mich am Samstag in KW 26 mit einer Freundin zum Kaffee trinken verabredet und ein schnuckeliges Café in Freiburg ausgetestet.

Es gibt eine kleine aber feine Auswahl an Getränken und Snacks. Die Blaubeertarte und der selbstgemachte Eistee waren wunderbar!

Und in KW 28 habe ich mich mal wieder mit den Hobbyschneiderinnen getroffen. Ich muss das nächste Mal unbedingt daran denken Fotos zu machen…

Mit einer der Hobbyschneiderinnen habe ich einen Deal laufen: ich gestalte Flyer und Visitenkarten für sie und dafür näht sie mir ein Kleid. Dadurch sehen wir uns zur Zeit öfter. Der Schnitt musste ausgesucht werden und am Samstag vor 2 Wochen (KW 28) konnte ich das Kleid das erste Mal anprobieren. Das wird soooooo schön! Danach waren wir dann noch mit Kind und Kegel auf dem Herdemer Hock. (Für Auswärtige: Herdern ist ein Stadtteil von Freiburg und ein Hock ist sozusagen ein Fest.) Ich muss mir wirklich angewöhnen, Fotos zu machen…

Und am letzten Freitag (KW 29) war ich mit meiner lieben Freundin bei James Morrison in Emmendingen. Was für eine Stimme! Und das Wetter war uns auch gnädig. Das Konzert war leider nur viel zu schnell vorbei.

Am Samstag haben wir den Tag mit Shopping in Freiburg verbracht. Meistens bestelle ich meine Klamotten, damit ich sie in aller Ruhe daheim anprobieren kann. Ich kann es nämlich absolut nicht leiden, mich in schlecht beleuchteten Umkleidekabinen umzuziehen dabei auszusehen wie ein Axolotl (weiß und unförmig) und von genervten Verkäuferinnen beraten zu werden. In 4 von 5 Fällen komme ich nach Shopping-Trips total frustriert nach Hause und habe statt Klamotten dann Bücher oder Küchenutensilien in der Tasche. Aber diesmal verlief meine Suche erfolgreich: 2 dringend benötigte Oberteile, 1 Tuch und 1 Paar Sandalen. Perfekt! Ich bin mir sicher, das lag an meiner wunderbaren Begleitung. 😉 Es war ein tolles, erholsames Wochenende, das sich wie Urlaub angefühlt hat. Merci beaucoup ma chéri!

Wochenend-Vorbereitungen

Nur noch einmal schlafen (und einmal arbeiten), dann kommt meine älteste Freundin zu Besuch. Also alt im Sinne von langjährig. Wir kennen uns seit unserer Geburt. Ich sie zumindest. Sie musste einen knappen Monat warten, bis ich auf die Welt kam. Wir waren früher Nachbarn und haben jeden Tag zusammen gespielt, bis ihre Familie einen Ort weiter weg gezogen ist. Sie ist dann auf die Realschule gegangen, ich aufs Gymnasium. Unsere Wege haben sich vor allem während der Teenie-Zeit etwas voneinander entfernt, aber wir haben uns nie aus den Augen verloren und treffen uns immer wieder. Auch wenn das inzwischen meist mit langer Vorausplanung verbunden ist. Ihr wisst ja wie das ist, die Wochenenden sind immer voll.
Als ich Anfang des Jahres gesehen habe, dass beim diesjährigen I EM Music James Morrison auftritt, haben wir den Termin gleich fest ausgemacht. Hübscher Mann, tolle Stimme, Gitarrenmusik… perfekt für einen Mädelsabend. Und in Emmendingen auf dem Schlossplatz ist man super nah dran. Das wird sicher spitze! Jetzt hör ich die ganze Zeit James Morrison, damit ich morgen die Lieder mitsingen kann und hoffe, dass uns der Wettergott gnädig ist.

ideenkind | iPod

Ich freu mich so sehr! Sie ist einer meiner liebsten Menschen auf der Welt und ich sehe sie viel zu selten. Es gibt immer so viel zu erzählen. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, mit welchem Essen ich meine Liebste verwöhne? Was würdet ihr euch wünschen?

Urlaub und ein Bloggertreffen

Und weiter geht es mit dem Resümieren der letzten Wochen und der wichtigsten Ereignisse. Wir sind inzwischen bei KW 24 angelangt…

Nach unserem sonnigen Vorurlaubswochenende in Zürich sind wir in KW 24 nach Köln zur Superhelden-Schwester und ihrer Familie gefahren. Das Wetter dort war leider ziemlich durchwachsen und schlechter als erwartet erhofft. Aber wer sind wir denn, dass wir uns vom Wetter abhängig machen? Beim Shoppen ist das Wetter ziemlich egal. Den Kindern beim Fußballspielen auch. Und uns beim EM schauen auf der Couch sowieso. Außerdem sind wir ja hauptsächlich wegen der Familie in Köln gewesen. Es ist immer wieder schön bei der Superhelden-Schwester und ich finde es ungemein schade, dass sie so weit weg wohnt.

ideenkind | 4711

In Köln lebt auch die von mir hochgeschätzte Nora von a red apple. Also hab ich all meinen Mut zusammen genommen und sie gefragt ob sie Lust hätte sich mit mir zu treffen… So ein Blind Date ist ja etwas kritisch. Verstehen wir uns? Wie soll ich mich verhalten? Über was sollen wir reden?

Auf jeden Fall hatte sie Lust und hat den Superhelden und mich zum Feierabendbier mit ihren Arbeitskollegen eingeladen. Das alles lief per Mail, auch der Austausch der Handynummern. Als ich dann das Treffen offiziell machen wollte, hat mein Handy-Akku den Geist aufgegeben. Mist, was nun? Ich hab ein bisschen meine grauen Zellen angestrengt und konnte mich an meine Zugangsdaten zum Mailserver erinnern. Nur doof, dass ich darauf mit dem Handy vom Superhelden keinen Zugriff bekam. Ein weiteres Handy brachte den gewünschten Erfolg und dem Treffen stand nichts mehr im Weg.
Schon die Begrüßung war herzlich und wir haben uns auf Anhieb verstanden. Der Abend war feucht-fröhlich und wir haben viel rumgealbert. Ich sag da nur Gesichtsmassage. 😉 So einen unbeschwerten Abend hatte ich schon länger nicht mehr. Jetzt hoffe ich nur, dass die Truppe ihre Drohung wahrmacht, uns einen Gegenbesuch abstattet und ich dann auch Noras Freund Felix kennenlerne, der an diesem Abend leider nicht dabei war.
Wie gesagt, der Handy-Akku war leer, deswegen gibt es von uns nur diese beiden einigermaßen brauchbaren Bilder, die der Superheld geschossen hat.

ideenkind | a red apple und das ideenkind

Die anderen waren komischerweise alle verwackelt. 😉
Bei Nora könnt ihr euch auch noch ein paar Fotos anschauen.
Wenn ich sehe, wie lange das schon wieder her ist, habe ich ein richtig schlechtes Gewissen. Sorry Nora!

Und dann war da noch der Sonntags-Besuch bei meinen Großeltern. Mein liebster Opa war zu dem Zeitpunkt in Begleitung meiner liebsten Oma in Reha. Da wir zumindest einigermaßen in der Nähe waren, wollte ich sie gerne sehen. Also sind wir nach Bad Münder gefahren, hatten dort sogar Sonnenschein und konnten einen schönen Spaziergang machen. Wisst ihr was ein Sole-Gradierwerk ist?

Salzhaltiges Wasser wird über Reisig geleitet, auf dem das Salz auskristallisiert. Aus dem Reisig wird später durch Sieden das Salz gewonnen. Spannend, oder? Die Luft war wunderbar rein und perfekt für meine Heuschnupfen-Nase. Sowas sollte ich hier bei mir ums Eck haben.

Sommer am Zürichsee

Die KW 23 bestand aus drei prall gefüllten Arbeitstagen, gefolgt von einem Feiertag und meinem Urlaubsanfang. Yeah! Und was macht man, wenn man Urlaub hat? Erstmal nichts.
Deswegen gibt es nichts zu berichten, sondern nur ein paar Bilder von letztem Samstag (KW 22) in Zürich.

Zuerst haben wir uns im Museum für Gestaltung etwas Kultur zu Gemüte geführt.

Leider war es etwas düster und die meisten Objekte hinter Glas, so dass ich ohne Blitz fotografieren musste und die Bilder größtenteils zu dunkel oder verwackelt wurden. Aber von meinem persönlichen Highlight gibt es Beweisaufnahmen: Empty Words von Jürg Lehni und Alex Rich. Ich denke die Bilder erklären sich von allein.

Auch gut gefallen haben mir die Typo-Programme von scriptographer.org, die auf einem Bildschirm demonstriert wurden. Ebenfalls von Jürg Lehni in Zusammenarbeit mit Jonathan Puckey.

Die Freitag-Austellung war für mich als Hobbyy-Näherin sehr interessant und inspirierend. Am liebsten hätte ich mir das CD-Manual für die Designer und das für die Mitarbeiter mitgenommen. Aber sowas macht man ja nicht… Ich hab da schon als Kind einen Spruch gelernt: Das Berühren der Figüren mit den Pfoten ist verboten. 😉

Als wir das Museum verlassen haben, standen draußen haufenweise Fahrräder aus allen Epochen mit teilweise „verkleideten“ Besitzern. Es haben sich dort die Teilnehmer des Gentlemen’s Run getroffen.

ideenkind | Gentlemen's Run

Den Rest des Tages haben wir plaudernd mit Panasch am Zürichsee verbracht. Bei strahlendem Sonnenschein. Kann man sich gerade gar nicht mehr vorstellen.
Hallo Sommer! Schau mal, so geht das. Nur falls du es vergessen haben solltest.