Von Messern und Affen

Am Sonntag hab ich beim Backen etwas gesauigelt und musste ein paar Teigspritzer von diversen Einrichtungsgegenständen wischen. So kam es, dass unser selbstgebauter Messerblock wieder auf meinem Radar aufgetaucht ist. Dinge, die man jeden Tag um sich hat, übersieht man viel zu leicht oder nimmt sie nach einer gewissen Zeit nicht mehr wahr. Schade eigentlich. Damit meine bisher fabrizierten DIY-Projekte nicht in Vergessenheit geraten, zeig ich euch einfach nach und nach ein paar. Ich komm grad sowieso zu nichts Neuem.

ideenkind | Messerecke

Hier die Geschichte zum Messerblock: Im Laufe der Jahre haben sich Dank dem lieben Koch-Hobby einige Messer angesammelt, die ein sehr beschränktes Leben in einem viel zu kleinen Holzmesserblock und in dunklen Schubladen führten. Das passende Messer war unter seinen Kameraden nicht so leicht zu finden und wenn man gerade schmutzige Finger hatte, durfte man danach die ganze Brigade spülen. Also musste Abhilfe her und wir haben uns auf die Suche nach einer Herberge für mindestens 10 Messer gemacht. Die Unterkunft sollte nicht allzu viel Platz auf der Arbeitsfläche einnehmen, in einem angemessen Preisrahmen liegen und eine Schräge war auch noch zu berücksichtigen. Wir haben gesucht und gesucht und gesucht… und nichts gefunden. Bis ich bei einer Essenseinladung bei einer Freundin DIE Lösung entdeckt und nachgemacht habe:

ideenkind | Messerblock

Einfacher geht es fast nicht. Und billiger auch nicht. Die große Vase habe ich glaube ich für 20 Euro im Metro gekauft, ist schon ein paar Jahre her. Der Messerblock hat sich seitdem mehr als bewährt. Statt der Spaghetti kann man auch Schaschlickspieße nehmen, das wird aber sicher teurer. Und Puristen können die Spaghetti mit zwei (Gummi-)Bändern – oben und unten, damit die Nudeln nicht auseinanderfächern – zusammenhalten. Grundsätzlich funktioniert jedes Gefäß, das gerade Seitenwände hat und es macht auch nichts, wenn die Spaghetti etwas überstehen. Wieviele ihr braucht solltet ihr am besten direkt vor Ort ausprobieren. Wir haben soweit ich mich erinnern kann 10 Packungen gebraucht. Damit die Spaghetti und später die Messer gerade stehen, die Vase hinlegen und die Nudeln Schicht für Schicht reinlegen.

Der große Vorteil ist, dass es keine vorbestimmten Plätze für die Messer gibt und man sie nach eigenem Gutdünken platzieren kann. So hat auch mein „Wellness-Affe“ einen Ort gefunden, an dem er alles im Blick hat.
Wellness-Affe? Kennt ihr die Japanmakaken? Das ist die am weitesten nördlich lebende Affenart. Im Winter baden sie in heißen Quellen um sich aufzuwärmen. So wie mein Affe im Tee badet. Wellness eben. 😉

Japanmakaken beim Baden

6 Replies to “Von Messern und Affen”

        1. Baden und sich nebenher kraulen lass, das wär’s.
          Ich find den Shop-Link nicht mehr und auch durch googeln bin ich nicht weiter gekommen. Echt schade, das wär auch ein schön zum Verschenken gewesen.

  1. Das ist ja echt mal ne coole Idee. Habe ein ähnliches Problem. Ich finde ja dieses Männesjen cool, das die Messer im Körper stecken hat. Kennste?
    Mal ne Frage: Du hast das ja schon länger, oder? Wie ist das denn, wenn man ein schweres Messer da reinknallt? Nicht, dass der Boden platzt? Hab da Horror-Erinnerungen aus dem Labor im Kopf…

    1. Ja, den kenn ich. Haben wir uns auch überlegt, aber da bekommt man nicht so viel unter. Die ander Überlegung war dann noch eine Magnetlösung, aber das ist zu gefährlich für so einen Tolpatsch wie mich.
      Bei uns ist keine Messerschneide länger als die Spaghetti, also kommen die Messer gar nicht bis zum Boden. Außerdem muss man das Messer schon gezielt reinstecken, das ruscht nicht einfach runter und die Spaghetti bremsen es.

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